Samstag, 10. November 2012

Linke Widersprüche (2)

"Kein Krieg für Öl". - Das konnte man bei unseren friedensbewegten Linken hören und lesen. Es impliziert, die Amerikaner wären in den Irak einmarschiert, um an das Öl zu kommen. Das ist Humbug. Es hätte vorausgesetzt, Saddam Hussein hätte den Amerikaner und dem freien Weltmarkt das Öl vorenthalten. Das hatte er nicht; er hätte ja so gerne verkauft, aber die Amerikaner waren die energischsten Boykotteure.  Gemäß linker Logik führten die Amerikaner einen Milliarden Dollar teuren Krieg, um irakisches Öl heute zu Weltmarktpreisen einzukaufen. Das ist absurd.

Im Übrigen kann man "Kein Krieg für Öl" auch anders interpretieren. Das "Kein" bezieht sich auf "Krieg für Öl", ich verdeutliche das durch eine Klammerung: "Kein (Krieg für Öl)". Man kann die Klammern auch anders setzen: "(Kein Krieg) für Öl". - Das heißt so viel: Man leistet keinen Krieg (Verzicht auf einen Angriff) und erhält im Gegenzug dafür Öl (so wie "Geld für Öl" oder "Geld für Auto"). Und das war die Hauptmotivation Chiracs, als er als Friedensheld in die Geschichte einging. Er wollte weiterhin das stark kontigentierte und stark unter dem Weltmarktpreis gehandelte irakische Erdöl beziehen.

1 Kommentar:

  1. Das stimmt nur teilweise. Der USA war es ein dorn im Auge, dass Saddam Hussein das Öl nicht für Dollars verkaufen wollte ( was den Käufer dazu zwingt devisen in Dollar umzutauschen, und die Welt abhängig vom Dollar und von der amerikanischen Marktwirtschaft macht ). Die USA haben den versuch des Iraks sich aus dem Petrodollar System zu lösen schon im Ansatz erstickt ( damit ja kein anderer auf die gleiche dumme Idee kommt ). Es ist öffentlich bekannt das die "ABC Waffen Saddam Houseins" nur ein farce waren, vorgetäuscht um einen Krieg zu begründen wegen eines Anschlages für den weder "der Tyran Houssein" noch das irakische Volk irgendwas dafür konnten. Also warum? Genau die Wahrheit wird in einem Krieg nie in die öffentlichkeit getragen. Das war schon immer so

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