Montag, 21. Januar 2013

Die größte Entdeckung im deutschen Journalismus der letzten fünf Jahre: Jennifer Nathalie Pyka

Ich habe heute die Jüdische Allgemeine gekauft und gelesen. Auf Seite 1: Pyka! Sie ist erst 23 Jahre alt, ihre Beiträge sind schonungslos, ihre Pointen treffen ins Schwarze, frei von Gefühlsduselei und sie schreibt, als fürchte sie niemanden. Ihre politische Haltung schätze ich als liberal (nicht "linksliberal", sondern richtig) ein, was bei Journalisten und insbesondere bei Journalistinnen die Ausnahme sein würde.

Was ist der Unterschied zwischen Augstein und Pyka? Augstein ist Miteigentümer des Leitmediums "Spiegel". Augstein ist Verleger des "Freitags". Augstein ist materiell abgesichert und sich keinem Chefredakteuer gegenüber rechtfertigen. Und Augstein ist der Meinung, er selbst breche Tabus, beispielsweise in dem er Israel kritisiert. Was für ein Held! Er bricht herbeischwadronierte Tabus.

J. N. Pyka aber steht am Anfang ihrer Karriere und sie vertritt tatsächlich Minderheitenmeinungen, beispielsweise in der Causa Augstein, bei sie sich sich auf Broders Seite stellt. Es ist doch nicht von der Hand zu weisen, dass der große deutsche Blätterwald Jakob Augstein einen Persilschein ausgestellt hat.

Ich weiß nicht, wie lange sie nun schon bei der Achse des Guten schreibt. Zwei Jahre? Drei Jahre? Auf jeden Falle lese ich ihre Beiträge äußerst gerne.

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