Samstag, 20. September 2014

Warum ich zu Israel halte


Gibt es einen Staat der mehr polarisiert als Israel? Gibt es einen Staat, bei dem sich so viele Menschen bemüßigt sehen, diesen und seine Grenzen in Frage zu stellen? Auf Anhieb fällt mir da keiner ein. Ich bin pro-israelisch und möchte mit diesem Beitrag konstatieren, warum die Kritik an Israel unredlich ist.

Ich bespreche die Punkte, warum Israel existieren sollte und auch in den heutigen Grenzen. Gerne auch darüberhinaus. Anlass ist ein anonymer Kommentar vom 12. September,wo es da heißt:

Israel sollte sich auf die Gebiete beschränken, die vor der ersten jüdischen Einwanderung vor 1880 mehrheitlich von Juden besiedelt waren und sich aus den restlichen Regionen zurückziehen.

Ich fand diesen Kommentar schlimm. Deshalb möchte ich drei Punkte knapp anreißen, warum Israel meine bedingungslose Solidarität erhält und eines jeden Menschen erhalten sollte.

1. Gerechtigkeit und Selbstverteidigung. Die israelische Geschichte ist mitnichten eine Geschichte von europäischen Juden, die nach 1945 in arabisches Land eingedrungen wären. Juden gab es in Palästina immer. Und natürlich gab es auch Juden aus allen arabischen Ländern, die Zuflucht in Palästina suchten, weil sie immer wieder Pogrome (im Irak, im Jemen, in Hebron) miterleben mussten. Es ist daher nur gerecht, wenn jene zahlen müssen (durch Abtretung von Ländereien), die Juden massakrierten, also die Araber. Es ist das Recht der Juden auf arabischen Boden, ihren eigenen Staat auf arabischen Boden auszurufen, um sich zu verteidigen, so wie es jeder anderen verfolgten Minorität zusteht. Es ist ausgleichende Gerechtigkeit, wenn die Juden zu Lasten von Arabern einen Staat ausrufen. Genauso hätte Deutschland akzeptieren müssen, wenn Juden auf einst deutschen Boden einen jüdischen Staat ausgerufen hätten.

2. Recht. Der israelische Staat war keine 24 Stunden alt, schon gab es eine Kriegserklärung seitens der arabischen Staaten. Israel hatte sich erfolgreich verteidigt und sich sogar vergrößern können. Israel musste mehrere aufgezwungene Kriege gewinnen. Das formale wie moralische Recht ist auf den Seiten des Gewinners eines Verteidigungskrieges. Die Alliierten des zweiten Weltkrieges bestimmten nach 1945 in Deutschland die Musik und das gleiche Recht muss Israel zugestanden werden. Kein ernstzunehmender Deutscher fordert heute noch an Russland, Polen, Tschechien und Frankreich abgetretene Gebiete zurück.

Außerdem gab es keinen arabischen Staat, zu dessen Lasten die israelische Staatsgründung ging. Das war britisches Protektorat, vormals Osmanisches Reich. Die israelische Staatsgründung ist rechtlich wasserfest.

3. Menschlichkeit. Man kann es sich ganz einfach machen und braucht keine Geschichtsbücher zu wälzen: Man muss sich nur die Staatswesen im Nahen Osten anschauen. Selbst wenn Israel in der Vergangenheit grobes Unrecht begangen hätte: Israel bleibt der Staat, den man unterstützen muss, denn er ist der einzige Staat, der den Individuen Rechte zuspricht, der einzige Staat wo, Menschen aller Religionen, aller Hautfarben, aller sexuellen Orientierungen und beiderlei Geschlechts Rechte haben, frei sind und glücklich werden können. Und alleine deswegen ist es jedem Araber nur zu wünschen, dass er von Israel regiert wird und nicht von Fatah, PLO, Hamas, einem jordanischen König oder dem Königshaus Saud. Eine Ausweitung des Staates Israels würde ich begrüßen. Sollten Gaza, Judäa und Samaria israelisch werden, wäre das Fortschritt für die dort lebenden Menschen. Unter diesen Umständen fände ich sogar einen israelischen Angriffskrieg zwecks Landgewinnung in Ordnung.

Warum also die andauernde Kritik am Staate Israel? Es ist Antisemitismus.

Israel wird nicht das zugestanden, was man anderen Staaten zusteht. Eher wird für Putin eine Lanze gebrochen, der sich angeblich Sorgen um die Krim-Russen machte. Komisch, dass niemand fragt, warum auf der Krim so viele Russen leben und so wenig Krimtataren und Ukrainer. Das tatsächlich durch die UdSSR begangene Unrecht mit Massakern und Deportationen auf der Krim gilt als Schnee von gestern. Ich habe keine europäische Stimme vernommen, die die Rückführung der dort lebenden Russen in das russische Mutterland fordert. Wenn es um Juden geht, fordert man aber schnell die erzwungene Abreise. Was soll das sonst sein als Antisemitismus?

Wann immer die Bande in Nordkorea verrückt spielte, gab es im Westen Stimmen, die ihr beipflichteten, die nordkoreanische Regierung fühle sich zu Recht provoziert. Damit wurden Entführungen an Südkoreanern, Torpedierungen von südkoreanischen U-Booten und Raketentests über dem Japanischen Meer gerechtfertigt. Wodurch fühlte sich Nordkorea provoziert? Durch die Anwesenheit von amerikanischen Truppen, durch Manöver der südkoreanischen Streitkräfte. Im Prinzip durch etwas, was jedem souveränen Staat zusteht: Manöver auf eigenem Boden durchzuführen, gerne auch mit alliierten Truppen. Wenn aber israelische Städte mit Raketen beschossen werden und Israel darauf reagiert, dann wird Israel kritisiert und verurteilt. Auch das ist Ausdruck von Antisemitismus.

Mal sehen, wie lange es dauert, bis der erste Antisemit auftaucht, der Israel vorwirft, Schuld an Massakern von Arabern an Arabern zu sein, weil Israel darauf verzichtet, sein Staatsgebiet zu vergrößern, um mehr Menschen persönliche Freiheit zu bringen. Den Antisemiten ist doch alles Recht, Hauptsache sie können Israel anklagen. In Israel leben keine Rechtlosen, in arabischen Ländern schon, aber der Antisemit klagt Israel an, anstatt die arabischen Staaten, wo Palästinenser in Lagern leben müssen.

Haben wir denn in Deutschland nichts besseres zu tun, als sich um Israel zu kümmern? Ist mein Beitrag denn wirklich notwendig? In der Tat, kann man mich sich in Deutschland um interessantere Themen kümmern, aber das Thema habe ich nicht auf die Agenda gesetzt, sondern die Antisemiten dieses Landes. Und damit wird es zum innerdeutschen Thema, denn es ist der latente Antisemitismus der deutschen Bevölkerung.

Natürlich dürfe man Israel kritisieren, genauso wie man Jakob Augstein und Günter Grass kritisieren darf. Und wenn man deren Thesen anschaut, ist der Antisemitismus offensichtlich. Dass man heute erfolgreich den Antisemitismusvorwurf abweisen kann, weil man nicht die Vernichtung von Juden gefordert hätte, ist eine schlimme Entwicklung. Antisemitismus fängt nicht erst bei Auschwitz an. Wir leben in einer verrückten Welt.

Wenn jemand dagegen ist, dass Genderismus im Schulunterricht propagiert wird, gilt man sofort als homophob, genauso wie jemand, der das Adoptionsrecht nur verheirateten Eheleuten der klassischen Art zusprechen will. Da wird plötzlich nicht mehr unterschieden zwischen der Nichtanerkennung von Privilegien und der Beschneidung von Grundrechten. Aber Israel das Existenzrecht in den heutigen Grenzen abzusprechen und in Israel die größte Gefahr für den Weltfrieden zu sehen, soll nicht mehr antisemitisch sein? Und wie verrückt das ganze ist: Hierzulande für die Ausweitung der Privilegien für homosexuelle Paare streiten, gleichzeitig aber den einzigen Staat im Nahen Osten kritisieren, der Homosexuelle nicht verfolgt, ist Ausdruck einer Schizophrenität, die man bei vielen Linken findet.

Kommentare:

  1. Auch Progrome gegen Juden in der arabischen Welt rechtfertigen es nicht, Menschen Land wegzunehmen und sie zu vertreiben, wenn sie selbst überhaupt nicht an den Progromen beteiligt waren. Es gibt keine Kollektivschuld, wenn Sie dies bestreiten, verletzten Sie damit die Menschenrechte.

    Außerdem könnten, folgt man Ihrer Motivation, auch die Polen angesichts der Verbrechen der Deutschen in Polen während des 2. Weltkriegs Ansprüche auf deutsche Gebiete wie Sachsen oder Mecklenburg-Vorpommern stellen, umso mehr als das diese Gebiete vor 1000 Jahren slawisch besiedelt waren.

    Genauso könnten auch von Neonazis verfolgte Türken die Errichtung eines türkischen Staats in Deutschland fordern.

    Die Gleichsetzung von Israel Kritik mit Antisemitismus ist auch logischerweise falsch, da es auch Juden gibt, die die Existenz Israels entweder total ablehnen oder seine heutige Ausdehnung bzw. seine weitere Ausdehnung kritisieren. Dazu gehören auch Juden, die israelische Staatsbürger sind. Sind diese etwa auch Antisemiten und hassen sich folglich selbst?

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    1. "Es gibt keine Kollektivschuld, wenn Sie dies bestreiten, verletzten Sie damit die Menschenrechte." - Unsinn. Gegen Menschenrechte verstößt das gar nicht.

      "Außerdem könnten, folgt man Ihrer Motivation, auch die Polen angesichts der Verbrechen der Deutschen in Polen während des 2. Weltkriegs Ansprüche auf deutsche Gebiete wie Sachsen oder Mecklenburg-Vorpommern stellen, umso mehr als das diese Gebiete vor 1000 Jahren slawisch besiedelt waren." Gerade nicht. Es sind doch Palästinser, die irgendwelche Ansprüche auf israelischen Boden stellen aufgrund ihrer Geschichte. Außerdem gab es eine Westverschieben Polens zu Lasten Deutschland. Das rückgängig zu machen, lehne ich ab. Genau dieses Thema habe angeschnitten. Haben Sie überhaupt gelesen.

      "Genauso könnten auch von Neonazis verfolgte Türken die Errichtung eines türkischen Staats in Deutschland fordern." - Es ist ein Unterschied, ob eine Gruppierung losgeht und zündelt oder ob es der Staat macht. Würde die deutsche Regierung die Neonazis unterstützen, ja dann hätten die Türken das Recht auf Sezession. Da aber Gewalttäter jeder Couleur in Deutschland strafrechtlich verfolgt werden, gibt es dieses Sezessionsrecht aus Gründen der Verteidigung nicht.

      Ich setze Israelkritik und Antisemitismus nicht gleich, sondern behaupte lediglich, dass die meiste Israelkritik antisemitisch motiviert wäre, was ja auch stimmt. Eine typische rhetorische Masche sind Strohjuden, die entweder als "jüdische Freunde" herhalten (Seht her, ich habe jüdische Freunde, da kann ich doch kein Antisemit sein.) oder die Israel kritisieren. Vielleicht tun sie das, aber dann tun sie anders. Außerdem ist das jüdische Volk auch nicht frei von Idioten.

      Und dass Sie den Begriff Antisemitismus wörtlich nehmen (feindliche Einstellung gegenüber Semiten), fern der tatsächlichen und historischen Bedeutung, zeigt, wessen Geistes Kind Sie sind.

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    2. Falsch. Ich nehme den Begriff Antisemitismus nicht wörtlich. Ich gebe nur zu Bedenken, dass bei Antisemiten Ihrer Leseart der Eindruck entstehen kann, dass Juden den Begriff Semit für sich allein in Anspruch nehmen und somit Araber etc. aus der Definition ausnehmen würden. Leider wird so dem (falschen) Zerrbild vom raffenden Juden zusätzlich Nahrung gegeben.

      Insgesamt fällt mir auf, dass Sie zu sehr in gedanklichen Schubladen und Vorurteilen denken und es nicht schaffen, Argumente in die kleinsten Einheiten herunterzubrechen. Das müssen Sie aber in Gesellschaftswissenschaften auch tun. Chemikern etwa würde es auch oft nichts bringen, nur sehr abstrakte Stoffmischungen zu betrachten und die molekulare, atomare und subatomare Ebene zu vernachlässigen.

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    3. Der Begriff Antisemitismus ist von den Antisemiten selbst in die Welt gesetzt worden, nicht von den Juden. Die Antisemiten der ersten Stunde dachten, das wäre eine moderne Weltanschauung und man trug die Bezeichnung Antisemit mit gewissem Stolz.

      Es gab sogar eine Antisemitenliga: http://de.wikipedia.org/wiki/Antisemitenliga

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    4. Dann ist mir aber nicht ganz klar, warum ich eine menschenverachtende Haltung wie den Antisemitismus mit dem Begriff bezeichnen soll, der von diesen Menschenverächtern selbst erschaffen wurde. Der Begriff selbst ist ja irreführend und ihre Schöpfer kaum als Vorbilder zu bezeichnen.

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    6. Ihr Vorwand wirkt konstruiert. Den Begriff Nationalsozialismus akzeptieren wir doch auch, auch wenn sich dahinter eine menschenverachtende Ideologie steckt.

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    7. Der Begriff Antisemitismus gibt dem Judenhass eine pseudonaturwissenschaftliche Rechtfertigung. Im 19. Jahrhundert bestand die Meinung, die Germanen (Deutsche, Engländer, Skandinavier), Romanen etc. wären den Semiten (also allen Orientalen wie Arabern, Türken, Juden) überlegen. Beharrt man also auf den Begriff Antisemitismus, dann übernimmt man eine pseudowissenschaftliche Ansicht.
      Außerdem sind Antisemitismus und Nationalsozialismus sprachlich unsauber. Der NS ist weder sozialistisch, geschweige denn sozial, noch hat er das Wohl der eigenen Nation zum Ziel, auch wenn er das gerne glaubt. Der Begriff Antisemitismus ist eigentlich ein Euphemismus (eine Verharmlosung) für Hass auf Juden.

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  2. Interessanterweise sind ein Großteil der Palästiner auch Nachfahren der jüdischen Bevölkerung der Antike, die nach der arabischen Eroberung im 7. Jahrhundert im Laufe der Jahrhunderte zum Islam konvertiert sind.

    Die Juden, die seit 1880 nach Palästina eingewandert sind, sind hingegen Nachfahren von Juden, die in der Antike in andere Länder ausgewandert sind (wie auch Deutsche im 19. Jahrhundert nach Amerika ausgewandert sind).

    Ich würde mal gerne wissen, was passieren würde, wenn Amerikaner deutscher Herkunft heute in Deutschland ihren eigenen Staat gründen möchten, der den Großteil des deutschen Territoriums einnehmen würde. Es gäbe zu Recht einen Aufschrei.

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  3. Ist das hier ein Börsenblog oder wollen wir über Israel diskutieren? Was soll das? Wir können ja den Gaza Streifen auflösen und alle Palestinenser vor Deiner Haustür einquartieren. Würde Dir das gefallen? Dann hat das gute Israel endlich wieder genug Land für seine Bevölkerung.........

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    1. Es geht um Börse, Wirtschaft, Politik und Gesellschaft. Wenn ich über Antisemitismus schreibe möchte, schreibe ich darüber, gerade auch, weil ich es für eines der drängendsten Probleme zur Zeit sehe. Die Reaktionen geben mir teilweise Recht.

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  5. Zur Frage 1. Ja, es gibt Länder, die ähnlich polarisieren: Die USA und Rußland. Aber das sind bzw. waren Supermächte.

    Das Israel, das Sie verteidigen, ist das moderne, das westliche, das demokratische Israel. Es ist der westliche Stachel im Fleisch des Islam und deshalb gehasst und der Vernichtung anheim gestellt.
    Ich denke, es handelt sich im Kern um einen religösen Konflikt, um einen Glaubenskrieg mit einer Jahrtausend alten Geschichte. Er wird deshalb auch in den nächsten 100 Jahren nicht zu lösen sein. Viele islamische Staaten würden Israel sofort vernichten, wenn sie könnten. Solange die USA ihre Hand schützend über Israel halten, wird es existieren können. Das ist eine rein militärische Machtfrage.

    Was man allerdings nicht vergessen darf: Es gibt nicht nur dieses moderne Israel, es gibt genauso die orthodoxen, nationalistischen Juden, die den Islamisten eigentlich in ihrer mittelalterlichen Weltanschauung um nichts nachstehen. Außer, dass von ihnen bislang keine großangelegten Terroranschläge ausgehen. Das ist die dunkle Seite Israels.

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  6. Es geht in der Israelfrage primär um die Verdrängung einer Gruppe von Menschen durch eine andere Gruppe, die aus anderen Ländern stammt. Die Situation dort ist vergleichbar mit der Kolonialisierung Amerikas durch Europäer.

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  7. Ohh Mann!

    Bei aller Verteidigung Israels musst du ja wohl aber zugeben, dass die unschuldige Kinder und Zivilisten ermorden! Dafür gibt es KEINE Rechtfertigung. Auch nicht, dass israelische Städte mit Raketen beschossen werden!

    Die erschiessen sogar ein sechs-jähriges Schuldkind mit einem Schulranzen auf dem Rücken-weil: es könnte ja eine Bombe drin sein...!!!

    Oder die spielenden Kinder am Strand. Die waren nachweislich unbewaffnet und keinerlei Gefahr für Israel. Egal. Erschiesst man einfach.

    Auch die Mord-Anschläge auf Wissenschaftler sind nicht gerechtfertigt. Die Israelis zerbomben Fahrzeuge nur weil ein Atomwissenschaftler drin sitzt der liquidiert werden muss. Wie viele andere unbeteiligte im Auto sitzen - egal.

    Die Palistinänser werden im Gaza Streifen wie Vieh gehalten. Das schürt den Hass.

    Dass die Israelis auf der Welt so unbeliebt sind ist doch kein Wunder. Das ist Staatsterror. Im Gegensatz dazu ist die Hamas nur eine Terrororganisation und kein Staat.

    Über deine Ansichten, man hätte den Juden dann in Deutschland einen Staat errichten müssen, kann man nur den Kopf schütteln. Sollen sie sich doch in Amerika einen errichten! Da ist mehr als genug Platz. Und Juden gibts dort auch schon einige...

    Hier in Deutschland wird man ganz schnell als Antisemit diskreditiert. Das wird auch ganz gezielt eingesetzt um jemanden zu vernichten. Hat es schon genug Beispiele für gegeben in der Vergangenheit.

    Ich habe mit dem ganzen Kram nichts, aber auch gar nichts zu tun der vor 60 Jahren passiert ist. Irgendwann ist´s auch mal gut.

    Und zum Thema des ach so freien Israels: man kann dort nicht mal eine Zivil-Ehe schliessen! Dazu muss man ins Ausland reisen.

    Ich kann mir sehr genau vorstellen wie deine Reaktion auf meinen Kommentar ausfallen wird. Mir egal. Ich bin jedenfalls KEIN Antisemit. Ich bin Menschenfreund. Egal was jemand für eine Religion hat.

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    1. Krieg ist schlimm. Kollateralschäden und Kinder als Opfer lassen sich nicht immer vermeiden. Jedes sich verteidigende Land erzeugt auch unschuldige Opfer auf der Gegenseite. Komisch, dass man nur Israel Vorwürfe deswegen macht. Doppelter Standard nennt sich das.

      Die palästinensischen Kinder sind nicht Opfer Israels, sondern Opfer der Hamas. Warum werden die Kinder nicht thematisiert, die beim Tunnelbauen umkommen? Und Kinder werden auch gezielt als Schutzschilde eingesetzt. Die Hamas bringt Kinder gezielt an Orte, wo mit Angriffen gerechnet werden muss. Die Warnungen Israel an die Zivilbevölkerung darf diese nicht Folge leisten. Tote Kinder sind für die Hamas das Kanonenfutter für den medialen Krieg und hierzulande fällt man darauf rein, weil man darauf reinfallen will, weil man latent antisemitisch ist.

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    2. Da machst du es dir aber sehr einfach! Ein einzelnes Kind das vom Schulweg nach Hause etwas abgekommen ist und ohne es zu wissen in ein entsprechendes Gebiet läuft und aus der Entfernung erschossen wird ist also Opfer der Hamas? Oder die frei spielenden Kinder am Strand? Opfer der Hamas? Lächerlich.

      Noch einmal: die Hamas ist eine Terrororganisation. Israel aber ist ein Staat. Der sollte internationale Gesetze und vor allem die Menschenrechte achten und einhalten!

      Aber klar: die Kritiker Israels sind eh alles Antisemiten! Bähm, da hat mans wieder. Sehr vereinfachte Weltsicht hast du da.

      Die Israelis müssten Menschlichkeit sähen. Begonnen damit, die Palästinenser menschenwürdig zu behandeln. Diese Spirale aus Hass und Morden muss durchbrochen werden. Sonst geht das Ganze noch Jahrzehnte lang so weiter.

      Wenn du im übrigen so ein Israel Freund bist warum ziehst du denn nicht hin? Ist doch toll in einem Land zu leben in dem man nicht mal angstfrei mit dem Bus fahren kann, oder?!

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    3. Die Kinder sterben teilweise, weil es die Hamas so will. Wer aus sich in Schulen verschanzt und von dort aus Raketen auf Tel Aviv schießt, nimmt es billigend in Kauf, dass palästinensische Kinder sterben.

      Israel soll Menschlichkeit säen? Israel handelt human. Anwohner werden per SMS gewarnt, wenn Raketen kommen. (Die Hamas weiß das und verhindert teilweise, dass die Menschen sich in Sicherheit bringen.) Israel versorgt den Gaza-Streifen mit Energie und leistet medizinische Hilfe, was wiederum von der Hamas torpediert und verhindert wird. Einerseits werden israelische Kraftwerke angeschossen, andererseits lässt man Palästinenser nicht die Grenze passieren, um sich von israelischen Ärzten helfen zu lassen. Was soll Israel denn noch alles tun? Weil Sie das nicht sehen wollen, ist Ihre Kritik keine redliche Kritik, sondern ein Ressentiment.

      Da ich kein Hebräisch spreche und ich mich als Deutscher in Deutschland sehr wohl fühle, bleibe ich in Deutschland. Natürlich hat Tel Aviv seinen Reiz. Das wird die(!) Metropole des 21. Jahrhunderts. Was im 19. Jahrhundert Paris war, im 20. Jahrhundert New York, wird im 21. Jahrhundert Tel Aviv sein. Das Jahrhundert ist noch jung.

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    4. Nein, Tel Aviv wird nicht die Metropole des 21. Jahrhundert werden, obwohl der Standort alle Vorausetzungen dazu hätte. Die Kräfte dieser Region (siehe Hamas, IS, ...) werden alles tun, um den Nahen Osten im Chaos versinken zu lassen. Ihr Geschäftsmodell ist Terroismus, Krieg und Zerstörung. Es besteht kein Interesse am Wohlergehen der einfachen Menschen, des Volks.
      Irgendwo habe ich gelesen, dass der Gazastreifen eigentlich das Potenzial als Singapur des Mittelmeers hat. Tatsächlich ist er eine der trostlosesten Gegenden der Welt.

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    5. Glaube niemals, dass Tel Aviv DIE Metropole wird. Dafür ist dort viel zu viel Unsicherheit, Hass und Angst vorhanden. Der ganze Nahe Osten wird die nächsten Jahrzehnte nicht aufblühen. Eher im Gegenteil. DIE Metropole des 21. Jahrhunderts würde ich eher in Asien vermuten. Singapur, Hongkong, Shanghai...

      Übrigens von heute:
      http://www.spiegel.de/video/israels-armee-veroeffentlicht-video-von-angriff-auf-hamas-video-1523937.html

      Die MUTMASSSLICHEN Entführer und Mörder der israelischen Jugendlichen wurden ermordet. Ohne rechtsstaatliches Verfahren. Wozu auch einen anstrengenden Prozess führen. Da müssten den Tätern ja die Taten nachgewiesen werden. Die werdens schon gewesen sein. Und die Todesstrafe haben sie dafür auch verdient...

      Ein Staat wie Israel hat in der Internationalen Gemeinschaft nichts zu suchen. Nicht wenn er solche Methoden anwendet. Da ist mir der Erdogan noch lieber.

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  8. Ich denke auch nicht, dass Tel Aviv die Metropole des 21. Jahrhundert wird. Dazu ist der Staat Israel einfach zu klein. Mal ganz davon abgesehen: Die Metropole eines Jahrhundert gibt es sowieso nicht. Für das 19. Jahrhundert könnte man noch London und Wien und für das 20. Jahrhundert London, Paris, Wien, Berlin und schließlich Tokio nennen.

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  9. @Couponschneider
    Du hast vollkommen Recht. Habe mir deinen Artikel durchgelesen. Sobald es um Israel geht, sind die Kommentatoren faktenresistent. Auf eine Diskussion mit ihnen würde ich mich gar nicht einlassen. Sie wollen letztendlich nur die Existenz des jüdischen Staates neu verhandeln. Sie würden niemals die Existenz Chinas oder Pakistans infrage stellen. Auch interessiert sie die Besatzung Zyperns oder Westsaharas nicht die Bohne. Nicht mal die Palästinenser interessieren sie, zumindest nicht die in Jordanien, Syrien oder Libanon. Es ist die Tatsache, dass es einen jüdischen Staat gibt, was sie nachts nicht ruhig schlafen lässt. Das wissen wir alle. Mit Antisemiten gibt es nichts zu diskutieren, zumindest in 99,9 Prozent aller Fälle ist Antisemitismus eine u heilbare Geisteskrankheit. Verschwende nicht deine Zeit. Liebe Grüße, Eitan Einoch

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