Montag, 29. Dezember 2014

SED wieder Partei von Weltrang

Das Simon Wiesenthal Center hat seine Top 10 der antisemitischen Ereignisse des Jahres 2014 veröffentlicht. Ich fasse zusammen:

  1. Ein belgischer Arzt lehnte die Hilfe für eine ältere Dame ab, weil sie Jüdin war.
  2. Der Anschlag auf eine Synagoge in Jeruslem durch Pali-Terroristen. Daraufhin hielten jordanische Parlamentarier eine Schweigeminute für die Terroristen ab.
  3. Vergewaltigung einer jüdischen Frau beim Einbruch in eine jüdische Wohnung.
  4. "Toiletgate" - Gysi wurde von Antisemiten auf die Toilette verfolgt. Dabei offenbarte sich das antisemitsche Problem dieser Partei.
  5. Forderung in der Türkei, dass Juden Extra-Steuern für die Wiederaufbau Gazas zahlen sollen.
  6. Eine Forderung in Schweden an Juden, ihr Jüdischsein aufzugeben.
  7. Eine antisemitische Installation in Ungarn, bei der israelische Politiker symbolisch erhängt wurden.
  8. Lara Kiswan, die sich für Araber engagiert und eine antisemitische Haltung offenbarte.
  9.  Frazier Glenn Cross Jr, der im Ku-Klux-Klan ist und gerne noch ein paar Juden töten möchte, bevor er selber stirbt.
  10.  Ein Vorfall in Großbritannien, bei dem jüdische Kinder aus eines Sportgeschäftes verwiesen wurden, weil sie jüdisch waren.
Ich bin nur überrascht, dass die Demos in Deutschland, auf denen "Hamas, Hamas, Juden ins Gas!" und "Jude, Jude, feiges Schwein, komm heraus und kämpf allein." skandiert wurden, gar nicht erwähnt wurden. Ich hatte erwartet, dass die auf Platz 1 kommen.

Aber immerhin die SED, PDS oder wie immer sie heute auch heißen mag. (Morgen heißt sie vielleicht wieder anders. Wer weiß?) Ich bin dankbar, dass die alte antisemitische Tradition dieser Partei wieder Diskussionsthema wird und generell der Antisemitismus des linken Spektrums. Schon der Salonlinke Jakob Augstein hat sich die Auszeichnung vor zwei Jahren redlich verdient.

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