Freitag, 2. Oktober 2015

Das auserwählte Volk - die Juden im Duden

Mal wieder bin ich wieder auf "israelkritische" Töne gestoßen. Da kam mir der Gedanke: Warum schaust du nicht mal in den Duden. Und tatsächlich: "israelkritisch" ist bei duden.de verzeichnet. Ich suchte auch gleich nach "amerikakritisch", "russlandkritisch", "polenkritisch", "deutschlandkritisch", "jordanienkritisch" usw. Der Leser kann sich denken, wie das ausgefallen ist: Israel ist das einzige Land, für das man ein zusammengesetztes Adjektiv in Zusammenhang mit Kritik spendiert, dass es dann sogar in den Duden schafft. Bei der Häufigkeit hat das Adjektiv sogar zwei von fünf Balken.

Es ist doch bezeichnend für den Antisemitismus der heutigen Zeit, dass sich ausgerechnet dieses Wort im Duden etablieren konnte. Traut sich denn keiner mehr zu sagen, dass er Juden nicht mag? Man möchte wohl nicht mit Heinrich Himmler in Verbindung gebracht werden. Braucht man ja auch nicht. Ein bisschen Hetze, ein paar Lügen verbreiten...  Sollen sich doch Achmed und Sharif als die Eichmänner des 21. Jahrhunderts die Hände schmutzig machen. Und wenn die Züge mit Juden wieder in Gaskammern rollen, dann werden linksintellektuelle Europäer wieder einmal viel Bedauern heucheln, die große Erklärung haben, warum es dazu kam, warum sie selber aber keine Schuld haben. Natürlich wissen diese Leute auch, warum man dann nicht mit einem robusten Mandat einschreiten darf, denn das würde die "Spirale der Gewalt" nur anheizen.


Niemand, der Russland kritisiert, bezeichnet sich selber als Russlandkritiker. Warum auch? Nur weil er Russland kritisiert? Jemand der ein Schnäpschen trinkt, würde sich auch nicht als "Trinker" bezeichnen. Ein Trinkender ist nunmal kein Trinker. Jemand, der Israel kritisiert, sich selber sogar als "Israelkritiker" bezeichnet, der gibt doch zu, dass er eine Obsession hat. Und da die "Israelkritik" häufig nur von Halbwissen und Dämonisierung strotzt, bleibt doch nur eine Schlussfolgerung: Israelkritiker sind Antisemiten. Basta!

Kommentare:

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  2. Hey hab deinen Blog zufällig gefunden. Ich informiere mich seit gut 3 Wochen über die Börse, Aktien, etc. Ich habe derzeit 10k auf meinem Tagesgeldkonto, was ziemlich sinnlos ist. Ich habe vor ende Oktober die 10k zu investieren, bin aber noch immer nicht sicher wie ich das ganze aufteilen soll. 80% Etfs, und 20% gezielt Aktien kaufen wäre mein Plan gewesen. Jedoch wie viele ETFs- MSCI Worlds + S&P500 tesaurierend? Also 4k und 4k. Und wie viel veschiedene Aktien macht es Sinn zu kaufen mit nur 2k. zb Porsche, BASF u Berkshire
    Grüße P

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    1. Ich persönlich bin kein Freund von ETFs. Ich würde die 10000 € wie folgt aufteilen: 2500 € in BASF, 2500 € in K+S, 2500 € in BP, 2500 € in Phillips 66. Oder vielleicht eine IBM. Oder Walmart. Hauptsache Qualitätsunternehmen.

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    2. Darf ich fragen warum du kein Freund von ETF bist? Nach meinen Recherchen schien mir ETF ziemlich sinnvoll, aber ja ich informiere mich erst seit paar Wochen darüber. Ich habe jetzt kein Problem mit einzel Aktien aber sind 4 Aktien wirklich genug in Sachen Diversifizierung?
      Grüße P

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    3. Ich mag ETFs nicht, weil sie auch nur ein Finanzprodukt sind und auch nur etwas kompliziert abbilden. Dabei kommen Derivate zum Einsatz. Ein DAX-ETF müsste eine Aktien rausbuchen, wenn das Unternehmen aus dem DAX rutscht und eine andere Aktien einbuchen, weil diese in den DAX rutscht. Welchen Sinn hat es, den Anteil an einem Unternehmen aufgrund irgendwelcher Index-Arithmetik zu verkaufen? Und weil die ETFs nicht zwangsläufig wirkliche Unternehmensanteile halten, kann das schnell man wie ein Kartenhaus zusammenfallen.

      4 Aktien sind nicht genug, aber es ist ja nur der Anfang. Man kauft halt mit der Zeit immer mehr dazu.

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    4. Danke für die Antwort. Kaufst du immer um mindestens 2500 ein wenn du dich für ein Unternehmen ein? Sprich macht es sinn wenn ich zb 5-6 kaufe. Hast du auch nen Blogbeitrag nach welchen Kriterien zu Aktien aussuchst zufällig? Grüße P

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    5. Leider muss ich feststellen, dass flatex in Österreich Gebühren auf Dividenden verlangt und andere Broker wiederum zu viel Kontoführungsg. Hast du ein guten Tipp für einen Broker in Deutschland, wo man sich auch als Österreich registrieren kann? Grüße

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    6. DeGIRO wäre mein Tipp. (Ordergebühren 2,50 EUR bei einer Order von ca. 3500 EUR für Handel NASDAQ,NYSE) Steuerklärung wird dann aber notwendig - was nicht so schlimm sein sollte. Ist ja nicht uninteressant am eigenen Leib zu erfahren wie tief und unverhohlen der Staat einem in die Tasche greift!

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    7. Muss ich mir noch überlegen, Degiro is ja keine Bank, die verleihen meine Wertpapiere weiter, wie Sicher das dann ist weiß ich nicht. Aber wenn da ne Steuererklärung notwendig ist, kann ich gleich mir ne Bank aus Deutschland suchen

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    8. Bis auf flatex gibt es keinen mir bekannten Broker/Bank die ein "gebührenfreies" Depot in Österreich anbietet. Hellobank, bankdirekt, easybank ... Alle von der Gebührenstruktur ziemlich teuer, im Gegensatz zu DeGIRO, LYNX, DAB und den meisten deutschen Onlinebrokern.
      Das Problem (neben der Steuererklärung) ist bei den deutschen Firmen immer die Identifizierung, meist nur deutsches Postidentverfahren, für Österreicher der Weg zum Notar. Unter anderem deswegen bin ich bei DeGIRO. Referenzkonto bei einer österr. Bank und Stromrechnung per EMail - und man kann loslegen.
      Das traurige daran ist, das sich keiner für die 38000 brokerjet-Kunden interessiert. Auch bei der Gewinn-Messe war kein einziger deutscher Broker vertreten.

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    9. Als Österreicher hat man wohl nur Degiro oder Flatex zur auswahl. Ich glaube auf der Gewinnmesse habe ich nur Flatex gesehen. Vielleicht zaubert die Erste Bank mit ihrem George etwas.

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  3. Kurze Fragen:
    1. Ist es möglich, Isreal in seinem Agieren zu kritisieren, ohne "Antisemit" zu sein? Wenn nein, warum ist Isreal dann weltweit der einzige Staat, der sich per Definition jeglicher Kritik einziehen darf?
    2. Ist auch ein Literaturkritiker ein Feind der Literatur?

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    1. Kurze Antwort:
      Wer so fragt, ist ein typischer Antisemit.

      Lange Antwort:
      Die (moslemischen) Judenhasser die derzeit in Millionen-Mannstärke Deutschland fluten hassen nicht nur die Juden, sondern auch die Christen. So lange sie von denen kriegen was sie wollen werden sie nicht "abgestochen" wie es den Juden in Israel derzeit ergeht.

      Das wissen auch Merkel und auch du, denke ich. Aber trotzdem sagst du das sich Israel gegen diese Barbaren nicht wehren darf, eben typisch Antisemit. Im übrigen läuft für den gemeinen Moslem jeder "Westler" unter Christ.

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    2. So ein Schwachsinn. Ich habe weder Isreal ein Selbstverteidigungsrecht noch sonstwas abgesprochen. Lediglich die Formel "Kritik + Isreal = Antisemit" halte ich für mehr als fragwürdig, weil sie gleichzeit dogmatisch bedeutet, eine Agieren Israels dürfe nicht kritisiert werden weil quasi per Naturgesetz richtig. Dass Politk neuerdings eine Naturwissenschaft ist, wäre mir neu.

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    3. Allein der Begriff "Israelkritik" zeugt doch davon, dass wir eine Schieflage haben. Warum gibt es keine "Nordkoreakritik" und keine selbsternannten "Nordkoreakritiker"? Es gibt Kritik an Nordkorea, aber keine etablierten Kritiker, keine Demos, keine Bewegung. Dabei hätte kein Land so viel Kritik und Verurteilung verdient wie Nordkorea. Stattdessen konzentriert man sich auf Israel. Aber warum? Was unterscheidet Israel von anderen Staaten? Israel ist demokratisch, es ist ein Rechtsstaat, es ist westlich, es hat eine prosperierende Wirtschaft. Und das militärische Vorgehen gegen Hamas und Fatah ist sogar noch äußerst moderat. Mir fallen zig andere Staaten ein, die überhaupt nicht zimperlich reagieren und das bei viel kleineren Dingen. Israel wird mit Raketen beschossen und die Reaktion ist mit konkreten Warnungen verbunden, mit Hinweisen, wann die Leute ihre Wohnungen besser verlassen sollten. In Iran und Saudi-Arabien wird man wegen Nichtigkeiten aufgeknüpft oder enthauptet.

      Eigentlich müsste die Kritik, wenn sie ernstgenommen werden will, viel geringer ausfallen. Es gibt einen einzigen Aspekt, der Israel von allen anderen Staaten unterscheidet. Es ist der einzige Staat mit einer jüdischen Majorität und das dürfte der Grund sein, warum die "Kritik" so harsch ausfällt. Und das macht Israelkritiker zu Antisemiten, auch weil sie Israel vorwerfen, "Apartheidsstaat" zu sein, gleichzeitig nicht eine Silbe darüber verlieren, dass Juden in von Hamas und Fatah kontrollierten Gebieten rechtlos sind.

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    4. Ok, also ist der Inhalt der Kritik relevant für die Antisemitismus-Klassifizierung. Also nicht das "ob", sondern das "wie". Unter der Voraussetzung kann ich mich deinen Ausführungen weitgehend anschließen.

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  4. Ich finde es schade, dass sich neben den Finanzthemen in letzter Zeit immer mehr ausschließlich politsche Postings hier einschleichen, die mit dem eigentlichen Thema Geld, weswegen die meisten hier mitlesen, gar nichts mehr zu tun haben. Ich habe hier lange gerne mitgelesen, aber deswegen vor ein paar Wochen den Feed abbestellt.


    Vielleicht wird es Zeit, diese neuen Themen in ein zweites Blog auszulagern, sodass es wieder ausschließlich thematisch fokussierte Postings gibt?

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    1. Ich lese schon lange mit. In diesem Blog wurden immer auch derartig politische Themen angesprochen und nicht nur Finanzthemen.

      Spar dir die Zeilen für die nächste Abo-Kündigung der Zeit, Spiegel, FAZ, Bild etc.

      Hier machst du dich nur lächerlich (und nicht nur hier!).

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  5. Das letzte mal hier gewesen ... werde mal die anderen Finanzblogger anschreiben dich aus den verbliebenen BlogRoll's zu streichen du Blindgänger.

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  6. also, es gibt ja in Israel selbst eine junge Oppostionsführerin, die knallhart und genau das an Netanjahu kritisiert, was zu kritisieren ist: dass er einfach keinen Frieden mit den Palästinsern machen will, die ganze politische Klasse dort ist ins rechtsextreme gerutscht nach Rabins Tod. Ich bin nicht nur Israel- sondern auch Russland- und USA- und auch Deutschlandkritiker...

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  7. Lieber Couponschneider,

    wieder einmal voll ins Schwarze getroffen. Ich lese Deine Seite übrigens WEGEN der politischen Posts und die Finanzthemen nur nebenbei. Tolle Seite, Glückwunsch!

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