Dienstag, 5. Januar 2016

Das Jahr ist noch so jung...

und schon sind die ersten Dividenden eingetrudelt. Beim Jahresabschluss vergaß ich den üblichen Report, was meine Dividendenentwicklung anbelangt. Ein Kollege sagte mal, die Dividenden wären nicht entscheidend; den großen Wurf mache man mit Kursentwicklungen. Dahinter steckt natürich die Illusion, mit einem kurz- bis mittelfristigen Zock das große Geld zu machen. Ich habe auch den einen oder anderen Zock hinter mir.

Aber das kann man nicht vorhersehen bzw. abschätzen. Eine langfristige Prognose ist oft leichter als eine kurzfristige. Ich weiß nicht, ob es morgen kälter oder wärmer als heute ist. Für die nächsten sieben Tage sind derartige Prognosen stark dem Zufall unterworfen. Was ich aber weiß: In einem halben Jahr ist es zu 99,9 % wärmer als heute.

Daher fühle ich mich mit langfristigen Investments besser und die Dividenden sind entscheidend. Umso mehr Dividenden, umso schneller habe ich das Geld für die nächste Investition zusammen. Und ich spüre es heute schon im Portemonnaie.

Zuerst die Entwicklung über die Jahre:

Es ging nur behäbig los; die Jahre 2009/10 waren meine Anfangsjahre. Ich war noch unschlüssig, was ich überhaupt machen soll und ich hatte auch weniger Geld. Aber die über 800 € netto im Jahr 2011 fixten mich so richtig an, sodass meine Spar- und Investitionsbemühungen nach 2011 so richtig an Fahrt aufnahmen. Ich habe auch noch ein anderes Diagramm. Die kumulierte Summe zum Zeitpunkt t:

Da ich meine Dividenden reinvestiere, wird es noch steiler nach oben gehen. Man sieht natürlich auch Buckel im Mai; das sind vor allem meine deutschen
Aktien. Ich halte nichts davon, nur Quartals- und Monatszahler ins Depot zu legen.

Legt man den gegenwärtigen Kurswert an, dann bekomme 4 % Dividendenrendite. Das ist seltsamerweise der Wert, den ich seit Jahren auch für Beispielrechnungen verwende. Damit kann man schon ein wenig prognostizieren. Wenn ich heute ein Depot von 140000 € habe und in zwei Jahren vielleicht eines von 200000 €, dann werde ich 8000 € brutto an Dividenden in die Scheune fahren, wenn ich die 4 % annehme. Dass mein Depot-Wert im Januar 2018 ca. 200000 € beträgt, ist sogar wahrscheinlich, wenn man einfach mal annimmt, dass ich die gleiche Investitionsleistung wie in den letzten beiden Jahren hinbekomme. Wenn es einen nachhaltigen Börseneinbruch geben sollte, dann natürlich nicht.



Kommentare:

  1. Mir ist bei den Darstellungen unverständlich, warum es einen Unterschied zwischen Brutto und Netto bei kleinen Beträgen unterhalb des Freibetrages von 801 €, also beispielsweise bei den ca. 60 € im neuen Jahr 2016. Eigentlich dürfte da noch gar keine KESt anfallen; erst, nachdem der Freibetrag überschritten ist. So ist das jedenfalls bei mir.

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    1. Quellensteuer, sowie Abgeltungssteuer für das letzte Jahr. Ich habe eine Aktie, deren Dividende fällt noch in die Einkommensteuer des Jahres 2015, auch wenn die Auszahlung 2016 ist. Für mich zählt der Eingang auf dem Konto.

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  2. Glückwunsch zu der tollen Performance! Auch bei uns ging die erste Dividende (Imperial Tobacco) gleich am 4. Januar ein - so muss das sein!

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  3. Man sieht sehr schön, dass die ersten Jahre die härtesten sind. Einfach weil die Beträge noch rel. klein sind. Ab einem gewissen Punkt wird das zum Selbstläufer. Gratuliere.

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    1. Dem kann ich nur zustimmen. Aller Anfang ist schwer... Aber man sieht, dass es funktioniert und das ist für mich enormer Ansporn weiter zu investrieren.
      Auch wenn meine Dividenden noch sehr bescheiden ausfallen...

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    2. mach weiter so,
      lg Dieter

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  4. Der Depotwert könnte wieder mal aktualisiert werden, sonst denkt man noch es geht nur bergauf ...

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  5. Fit und Gesund / Annabella14. Januar 2016 um 20:28

    nun, Herr Couponschneider scheint aber schon wieder Dividende erhalten zu haben, schon ein Fuchs der Herr Couponschneider :) mich würde nun interessieren ob Herr Couponschneider schon dazugekauft hat, oder ob er die Finger noch still hält so wie ich im Moment....

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  6. Eine wirklich tolle Entwicklung hat dein Depot die letzten Jahre gemacht. Daran sieht man wie wichtig es ist, konsequent am Ball zu bleiben, und die ersten - die härtesten - Jahre durchzustehen. Danke fürs Teilen!

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  7. Bin heute erst auf deinen Blog gestoßen, vielleicht finde ich noch nähere Informatioen, dennoch die Frage: gibt es irgendwo einen Beitrag wo du etwas mehr über dich schreibst (Alter, Familie, Job, Strategie am Aktienmarkt)?
    Die Frage zielt darauf ab, dass ich es recht beeindruckend finde, dass du damit rechnest, in zwei Jahren 60.000 deinem Depot hinzufügen zu können. Abzüglich der angenommenen Dividenden die du vermutlich reinvestierst, sind das ja wahrscheinlich immer noch über 40k Euro?
    Ich bin derzeit noch am überlegen, ob ich die Dividendenstrategie fahre, auf ETFs setzen soll oder eine Mischung aus beiden. Nach deinen 6 Jahren Anlegererfahrung, wie würdest du heute mit einem Startkapital von 20000 Euro einsteigen?
    Gruß Chris

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