Montag, 22. Februar 2016

Kleine Medienempfehlung Spiegel 2016/8: "Ohne Zins und Verstand"

"Warum die Deutschen ihr Geld falsch anlegen - und wie sie es vermehren könnten." Es ist nun schon einige Jahre her, dass ich das letzte Mal den "Spiegel" las. Gestern aber nahm ich Notiz über den aktuellen Aufmacher. Dort wird abgerechnet mit den Deutschen, mit Riester, mit Rürup, mit Kapitallebensversicherungen. Aktien werden positiv erwähnt, die Furcht vor Aktien indirekt als irrational gebrandmarkt.

Wer eine kleine Kostprobe gibt es auch bei SPON. Wer seine Tagesdosis an Gruselei noch nicht aufgeschöpft hat, dem empfehle ich auch noch einen Blick ins die anschließende Diskussion. Dort lassen sich Lobotomie-Opfer mit und ohne Hartz IV aus.

Kommentare:

  1. Mir geht es wie dir: den SPIEGEL lese ich schon lange nicht mehr. Jedoch: auch ich habe zur aktuellen Print-Ausgabe gegriffen und die Titelgeschichte komplett gelesen (übrigens ist auch der Artikel über den Niedergang der Casinos in NRW sehr interessant - vor allem für Steuerzahler...)

    Ich fand die Titelgeschichte grundsätzlich OK und ziemlich komplett. Lebensversicherungen, Fonds, Riester, Betriebsrenten - all das wird standesgemäß 'zerlegt' und am Ende werden sogar Aktien und Immobilien ganz sacht empfohlen.

    Wie Roland Tichy heute schon schrieb, fehlt mir jedoch eine eindringlicher Appell an die Mündigkeit der Bürger denn der Staat wird dieses ganze System NICHT reformieren - dafür sorgen schon die zahlrichen Lobby-Gruppen rund um den Bundestag.

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  2. Adenauer hatte schon Recht. Der Spiegel ist die Bildzeitung für Dr. Lieschen Müller.

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  3. Hallo Couponschneider,
    so ein kurzer Komentar und so viel Angst, Haß, Wut und Resignation in den Kommentaren.
    Auf 100 Schuld-auf-andere-Schieber, Verschwörungstheoretiker und Eh-alles-egal-Resignierer kommt einer, der sagt: "Ich hab' das mal ausprobiert mit diesem Aktienzeug und siehe da: Es hat funktioniert."

    Das macht mich skeptisch in Bezug auf unseren Erfolg. Die Mehrheit wird im Altrt nichts haben und die Mehrheit wird dafür stimmen, den "Reichen", also Dir und mir und den anderen Menschen, die in der Zeit vorgesorgt haben, den "Reichtum" wegzunehmen.
    Besser alle haben zu viel zum Sterben und zu wenig zum Leben, als das solche wie wir die Früchte ihrer finanziellen Bildung genießen.
    Ich frage mich manchmal, wie man verhindern kann, das in 15 bis 20 Jahren die Steuer dafür sorgt, dass die Aktienrendite auf Sparbuchniveau sinkt.

    Gruß
    Finanzwesir

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    1. Ich hoffe, der Druck durch ausländische Anleger wird enorm steigen. Irgendwann wird die Politik reagieren müssen. Aber ich habe mich ja schon bei der Energieversorgung ein wenig geirrt. Offenbar ist die Schmerzgrenze bei über 6 Cent EEG-Umlage immer noch erreicht. RWE hat nun auch die Dividende streichen müssen; ein Unternehmen, das größtenteils in kommunaler Hand ist. Das sind Politiker so verblendet, dass sie sich ins eigene Fleisch schneiden.

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