Montag, 22. Februar 2016

Wie sich der Bürger wehren kann.

In Deutschland rumort es. Die Zustimmung zu den etablierten Parteien sinkt, die Protestparteien Linke (ehemals SED) und AfD bekommen Zulauf. Aber nur weil einem die Kleptokratie der großen Parteien passt, sollte man nicht Protest wählen. Und gar nicht wählen, ist auch irgendwie infantil. Da lachen sich die SPD- und CDU-Vorderen ins Fäustchen.

Was also kann man machen? Bei der Wahl wähle ich einfach die Partei, der ich ideologisch am nächsten stehe und das ist die FDP. Wahl-O-Mat-Spielereien bestätigen auch immer wieder, ich solle doch FDP wählen. Gewiss ist auch ein wenig Protest, denn die FDP ist die einzige Partei, die für Marktwirtschaft und für die Homo-Ehe ist. Und es die einzige Parte, die die Gentechnik nicht kategorisch ablehnt. Deswegen ist es auch so schade, dass diese Partei nicht mehr im Bundestag vertreten ist.

Wie kann man es "denen da oben" nun so richtig geben? Ganz einfach, drehen Sie "denen da oben" den Geldhahn zu. Gehen Sie Ihre Ordner mit Versicherungen und Verträgen durch und suchen Sie sämtliche Sparverträge auf Staatsanleihenbasis raus, die da wären:
  • Kapitallebensversicherungen
  • Unfallversicherungen mit Prämienrückgewähr
  • Berufsunfähigkeitsversicherungen mit Prämienrückgewähr
  • Aussteuerversicherungen (wenn es das noch gibt)
  • Riester- und Rüruprenten auf Anleihenbasis
  • Sonstige private Rentenversicherungen
  • Gehaltsumwandlungen aka Betriebsrenten rückgängig machen
Kündigen Sie alles schnellstmöglich. Sie werden Geld zurückhalten und in der Folge noch einmal ordentlich sparen. Angenommen, Sie sparen monatlich vielleicht 400 €, nur weil Sie bei den Versicherungen ausgemistet haben. Nach der Rentenformel und investiert in solide DAX-Werte (8 % Wachstum) können alleine durch die 400 € monatlich nach 15 Jahren 130000 € werden. Noch besser wären natürlich amerikanische Werte. Dort ist die Politik nicht so wankelmütig und ruiniert starke Unternehmen. In Deutschland opfert die Politik sogar die eigenen Unternehmen der Ideologie. RWE ist größtenteils in staatlicher (bzw. in kommunaler) Hand und wurde für die Hirngespinste "Atomtod" und anthropogenen Klimawandel geopfert.

Aber es geht ja noch weiter. Kündigen sollten Sie sämtliche Deals mit der Sparkasse, der LBS und der Deka. Ich schrieb ja kürzlich, dass da eine Sparkasse einem risikoscheuen Anleger Aktienanleihen empfahl. In den Sparkassen bestimmt die kommunale Politik mit. Denen muss man genauso das Geld entziehen. Und Sie sparen auch noch nebenbei jede Menge Geld.

Beschränken Sie sich auf die notwendigsten Versicherungen und schließen Sie diese online ab. Das wären: Private Haftpflichtversicherung, kostet um die 40 € und deckt Schäden bis 11 Millionen € ab. Eine Risikolebensversicherung, wenn man Hinterbliebene hinterlassen würde. 400000 € sollten es schon im Todesfalle sein. Unbedingt degressiv gestalten und sparen.

Angenommen hinter jedem KLV-Sparer stecken durchschnittlich 20000 € in Staatsanleihen. Würden eine Million Menschen ihren Vertrag zurückkaufen, entzöge man dem Staatsanleihenmarkt 20 Milliarden €. Da würde sich Merkel und Schäuble blöd umgucken. Das wäre für die schmerzhafter als eine AfD im Bundestag, das versichere ich Ihnen.

Und es wäre risikolos. Wenn man die Linkspartei wählt, muss man befürchten, dass die an die Macht kommt und wieder ein stalinistisches Regime errichtet. Wenn man sich bei der AfD blicken ließe, kann das auch nach hinten gehen, wenn der Arbeitgeber davon erfährt. Warum dieses Risiko eingehen?



Kommentare:

  1. Also aus ideologischen Gründen dem pösen Staat 20 Mrd. zu "entziehen" ist doch genau so idiotisch wie die Kapitalismuskritik der Linken (Verstaatlichen! Nur staatliche Korruption ist gute Korruption!). Das Handeln von Anleihen am Sekundärmarkt interessiert den Staat primär nen Keks. Erst bei Neuemission macht das sich in höheren Koupons bemerkbar. Solange die BRD das AAA Rating hat, werden sich genug Investoren finden, die uns zum "Nulltarif" Geld leihen.
    Die Linke wird kein stalinistisches System einführen, weil die nie die Mehrheit bekommen. Haben die Kommunisten in keinem Land geschafft. Sie sind immer durch die von Marx beschriebene Revolution an die Macht gekommen.
    Auch die AFD wird nicht der Untergang des Abendlandes sein. Die werden auch nur von Männern der Unter- bis Mittelschicht gewählt, welche auch nicht die Bevölkerungsmehrheit darstellen.
    Doch, es würde am meisten bringen, wenn sowohl AFD als auch FDP im Bundestag vertreten sind. Dann hat Schwarz oder Rot ein riesiges Problem Mehrheiten zu finden und die Futtertöpfe zu verteidigen.

    Disclaimer: Bis zu den selbsternannten Flüchtlingen hab ich CDU gewählt. Jetzt wird es wohl Die Partei.

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    1. Wieso hat dann schwarz und rot ein Problem? Dann gibt es immer - wie jetzt und in Österreich seit Jahrzehnten - eine große Koalition.

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    2. Das mit den bösen Linken läßt ihn wohl nicht los.
      Stalinistisch, ne Nummer kleiner ging es wohl nicht.

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    3. Gentechnik, Homos und freie Fahrt für Atomenergie. Ein sehr schillerndes Weltbild. Was für ein Glück, dass die FDP sich mit derart schrägen Ansichten längst ins Abseits katapultiert hat.

      Erzähl doch bitte einmal etwas über die Sicherheit der Atomenergie. Insbesondere würde mich doch einmal interessieren, was mit dem hochgiftigen und hochstrahlenden Material passiert, den die in höchstem Maße staatlich geförderte Atomindustrie der Menschheit hinterlässt.

      Und erzähl bitte den Leuten nicht mehr so einen Unsinn von wegen Haftpflichtversicherung für 40 EUR. Versicherung ist nicht Versicherung. Ein Preisvergleich lohnt sich immer. Aber wenn Du die billigste Variante nimmst, hast Du auch die billigsten Leistungen und da zählt nicht nur die Versicherungssumme. Da gibt es wirklich große und wichtige Unterschiede. Und zeige mir bitte die Sparkasse, in der die Lokalpolitik noch was zu sagen hat. Totaler Unfug. Die Gewährträgerhaftung gibt es seit über zehn Jahren nicht mehr. Und ohne Haftung gibt es auch nichts mitzureden. Also alles doch etwas dünn, was Du da von Dir gibst.

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    4. CDU und SPD haben dann ein Problem, wenn's nicht für eine große Koalition reicht. Was (hoffentlich) der Fall sein wird, wenn 2 Parteien mehr im Bundestag sind.

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    5. Kernenergie ist gut. Sie hat Jahrzehnte für eine zuverlässige Stromversorgung gesorgt. Den radioaktiven Müll braucht es nicht, denn ihn gibt es nur, weil man aus politischen Gründen die Aufbereitung verwehrt. Und auch ohne Nutzung der Kernenergie müssten wir uns Gedanken über Endlagerung machen, da wir radioaktive Präparate in der Medizin verwenden.

      2011 war nicht nur das Jahr von Fukushima, sondern auch von EHEC. EHEC hat mehr Todesopfer verlangt als Fukushima. Es ist zwar nicht schön und auch nicht billig, in einem großen Areal ein paar Zentimeter Erdschicht abzutragen, aber das hat ja auch niemand behauptet. Die Japaner jedenfalls halten unbeirrt an der Kernkraft fest, während man in Deutschland panisch reagierte und sofort japanischen Fisch mied, der ein halbes Jahr von einem japanischen Hochseefischereitrawler wahrscheinlich im Atlantik gefangen wurde.

      Die ganze Welt baut neue Kernkraftwerke und es wird an neuen Reaktortypen geforscht, u.a. auf Basis von Thorium.

      Das mag den Grünen nicht gefallen, aber das ist die Zukunft, wenn es mit der Kernfusion nicht klappen sollte. Dagegen sind die Grünen bekanntlich auch.

      Deutsche Sonderwege haben nie Deutschland nie gut getan. Unterm Kaiser regierte man unter Geibelscher Diktion: "Am Deutschen Wesen mag die Welt genesen." - Das unterfütterte deutsches Großmannsstreben moralisch und führte in den 1. Weltkrieg. Unter GröFaZ genau das gleiche. Und heute glaube die Grünen, sie müssten einen deutschen Sonderweg einschlagen, wider alle Vernunft, wider alle Wissenschaft. Da werden dann schon mal Gentechnik-AGs geschlossen, weil sie nicht möchten, dass Schüler sich dem Thema Gentechnik wissenschaftlich nähern. Das könnte die von Grünen gestreuten Ressentiments unterminieren.

      http://www.spiegel.de/schulspiegel/wissen/gentechnik-unterricht-in-niedersachsen-rot-gruen-macht-schullabor-dicht-a-886140.html


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    6. Zitat: "Den radioaktiven Müll braucht es nicht, denn ihn gibt es nur, weil man aus politischen Gründen die Aufbereitung verwehrt."

      Ist das Dein Ernst oder Satire? Damit outest Du Dich endgültig als unwissend...

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    7. Ja, das ist mein Ernst. Man kann das, was man heute aufwändig endlagert auch aufbereiten für eine neue Kraftwerksgeneration. Aber man will ja nicht.

      Ich beziehe meine Informationen aus seriösen Publikationen wie "Achse des Guten" und "Novo Argumente", und nicht von Greenpeace.

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    8. Als jemand der Physik und Chemie studiert hat, muss ich bei deinen Argumenten weinen. Hast du in deinem Physikunterricht denn gar nichts gelernt?
      Atomenergie wird mit Hilfe angereicherter Atomstäbe erzeugt? Wenn sie angereichert (abreagiert) sind, müssen sie solange gelagert werden bis die von ihnen ausgehende Strahlung keine Gefahr mehr für die DNA darstellt. Solange kann NICHTS sicher gelagert werden!
      Hätten unsere Vorfahren schon Atomenergie genutzt, so wäre Abfall aus der Steinzeit jetzt sicher. Überlege mal welche Zeichen und Nachrichten wir aus dieser Zeit noch kennen? Keine!
      Heutige Kinder glauben dass das Zeichen für radioaktive Strahlung eine Blume!!! darstellt.

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  2. 'Wenn man sich bei der AfD blicken ließe, kann das auch nach hinten gehen, wenn der Arbeitgeber davon erfährt.'
    Das ist natürlich ein überzeugendes Argument, es lebe der Untertan.

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  3. Da hätten wir es ihm aber gegeben, dem bösen Herrn Schäuble, der dann dumm aus der Wäsche schaut.

    Nur blöd, dass seiner Kreativität, was notwendige Einnahmen angeht (z.B. zur Finanzierung der Flüchtlingswelle), keine bzw. kaum Grenzen gesetzt sind.

    @couponschneider
    Nennen Sie mir bitte eine (wirklich eine einzige reicht) gute Sache, die die FDP gemacht hat, als sie zuletzt an der Regierungsmacht war?

    Ein paar Ihrer neoliberalistischen Kumpel sitzen jetzt übrigens in hohen Ämtern bei Versicherungen (z.B. Herr Bahr). Nur mal so am Rande.

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  4. Die jetzige FDP unter Christian Lindner ist mit der früheren FDP nicht mehr vergleichbar. Beispielsweise hat die FDP keine Subventionen an Opel bezahlt und keine staatliches Auffanggesellschaften für die Scleckerpleite eröffnet.
    Was mir gefällt an der FDP, sie tritt für Marktwirtschaft, Technologie und Wissenschaft, Bildung und Freiheit des Einzelnen ein. Sie ist international, nicht völkisch wie die AFD, orientiert und vertritt die Werte des Westens.

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  5. "Wenn man die Linkspartei wählt, muss man befürchten, dass die an die Macht kommt und wieder ein stalinistisches Regime errichtet."
    Was für ein Unfug, davon sind die so weit entfernt wie jede andere Partei im Bundestag.

    Ob die FDP unter Lindner wirklich eine andere ist muss sie erst noch beweisen. Bevor die FDP an der Regierung war, warb sie andauern um ein "einfacheres, gerechtes Steuersystem (wäre uch mal an der Zeit gewesen). Auf dieses warten wir leider immer noch.
    Liberale Ideen mögen nicht schlecht sein, sofern sie nicht ins Extrem ausufern. Das Problem mit der FDP ist nur, dass sie diese nie wirklich vertreten hat. Statt dessen geht es viel mehr um Klientelpolitik.
    Nach der NSA-Affäre hätte es gerade aus der FDP den größten Aufschrei der Parteigeschichte geben müssen, stattdessen... nichts, einfach nichts. Womit man nun weis, wie ernst sie Ihre fundmentalen Werte wie die Bürgerrechte nimmt, wenn es Ernst wird. Auch von Lindner war damals nichts zu hören.

    PS: Wer nicht möchte, dass mit seinem Geld Unfug durch den Staat getrieben wird, der gründet am besten eine Stiftung und unterstützt dann was seinen Werten entspricht. Schein mir jedenfall vielversprechnder als Staatsanleihen zu verkaufen.

    Gruß
    Valueer

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  6. Hallo,

    20 Mrd. EUR, welche auf den Anleihemarkt geworfen würden, hätten auf die Rendite deutscher Staatsanleihen mit ziemlicher Sicherheit keinen wahrnehmbaren Einfluss. Schäuble würde dies im Bezug auf die Refinanzierungsfähigkeit der Bundesrepublik demzufolge auch nicht interessieren.

    Das Problem in der Politik besteht meiner Meinung nach in einem Vakuum auf der rechten (demokratischen!) Seite, die seit langem nicht mehr besetzt wird. Ebenso wie eine Linke (die für mich unwählbar ist), hielte ich eine "Rechte" im Bundestag (die ich wahrscheinlich auch nicht wählen würde) für wichtig, um ein gesamtes demokratisches Meinungsspektrum im Bundestag abzubilden. Da beide großen Volksparteien zu einer SPD-light verschmolzen sind, entstand das genannt Vakuum.

    Eine starke liberale Kraft wünsche ich mir ebenfalls. Themen und Aufgaben gibt es genug.

    Grüße

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  7. Freiheit und Gerechtigkeit27. Februar 2016 um 10:56

    Na ja. Heute gilt man ja schon als rechts, wenn man die unbegrenzte Einwanderung von Moslems ablehnt, obwohl der Islam totalitäre Tendenzen hat und Mohammed mit einem neunjährigen Mädchen geschlafen hat. Sind solche Leute in Deutschland willkommen, die einen derartigen Menschen als Propheten verehren.

    Von daher sollte man vorsichtig mit der rechten Keule sein. Die Ablehnung totalitäter Religionen ist noch lange kein Rassismus, auch wenn Politik und Medien uns das gerne glauben machen.

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  8. Sorry, aber ich finde das echt ein wenig lächerlich. Viele Versicherungen haben sehr wohl ihren Sinn, unter anderem Renten und Haftpflichtversicherungen. Allein schon der soziale Aspekt der Renten ist doch wichtiger, als weiterhin ein Egoist zu sein.
    Scheinbar kennen einige Leute hier nicht die Vorteile von Versicherungen, bitte mal hier schlau machen und dann reden wir weiter.

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