Sonntag, 24. April 2016

Kosten und Profit des Radfahrens


Auf Wunsch eines Lesers "Sparmeister" analysiere ich, was ein Fahrrad an Geld sparen kann. Es gibt vier Personen, die ich vergleiche:
  1. Einen Radfahrer ohne Auto, aber mit Bahncard. Er nutzt manchmal auch den ÖPNV. Er ist mir sehr ähnlich.
  2. Einen ÖPNV-Nutzer mit Jahres-Abo und Bahncard. Er hat kein Fahrrad.
  3. Einen sparsamen Autofahrer ohne Bahncard. Er hat kein Fahrrad.
  4. Justin mit einer dicken Karre und mit einem Bleifuß. Ein Justin fährt kein Fahrrad. Da sieht er nicht cool genug aus.
Meine Annahmen für die Autofahrer können stark von der Realität abweichen. Die Radfahrerkosten sind recht realistisch für jemanden, der viel selber machen kann. Erfahrungen als ÖPNV-Fahrer habe ich auch genug machen dürfen. Aber ein Auto hatte ich noch nie. Es ist recht schwierig Daten zu bekommen, was eine Kfz-Haftpflicht oder eine Kfz-Teilkasko angeht, weil das vom Fahrzeugtyp, vom Baujahr, von der Biographie des Fahrers usw. abhängt. Bei den ganzen Vergleichsportalen will man die Fahrzeugnummer wissen und damit kann ich nicht dienen.

Ich beginne mit dem Radfahrer. In der folgenden Grafik habe ich ein 1200 € teures Fahrrad angekommen, das er zu Beginn eines Zehnjahreszeitraumes kauft. Es gibt einmalige und wiederkehrende Ausgaben. Wenn bei der Periode eine 3 eingegeben ist, bedeutet das: Alle drei Jahre. Das erste Jahr ist besonders, weil die Spalte 0 den Beginn des ersten Jahres markiert, die Spalte 1 aber das Ende. Für alle anderen Jahre gibt es nur eine Spalte, die das Ende des Jahres markieren.

Die Kosten des Radfahrers sind immer noch recht hoch, weil er bestimmte Strecken mit der Bahn fahren muss. Ich muss ja einen fairen Vergleich anstellen. Aber der Radfahrer zahlt wenig für den ÖPNV (Straßenbahn, U-Bahn usw.), da er innerstädtische Strecken vor allem mit dem Fahrrad fährt. Im Winter gibt er etwas mehr für die U-Bahn aus. Und wie schneidet der ÖPNV-Nutzer mit der Jahreskarte ab? Zu meiner Überraschung zahlt er nur wenig mehr:
Was die Jahreskarte kostet, hängt natürlich von der Stadt ab. In Berlin kostet eine Jahreskarte für die Zonen ABC 955 € oder 970 €, wenn man Monat für Monat zahlt anstelle eines Jahresbeitrages. Das ist schon recht teuer. Bei beiden Autolosen habe ich auch angenommen, dass einmal im Jahr ein Auto angemietet wird. Das ist der Unterschied zu mir: Ich habe noch kein Auto angemietet. Ich will aber die Autofahrer nicht übervorteilen. Hier ist der sparsame Autofahrer:
Ich hoffe, nicht weit von der Realität entfernt zu sein. Der Autofahrer hat einen Gebrauchten für 8000 € gekauft. Alle zwei Jahre muss er zum TÜV. Reparaturen fallen auch an. Ich bin von 9 Litern auf 100 km ausgegangen und dass täglich (nicht nur werktäglich) 21 km gefahren werden. Das ist immer noch recht wenig. Ich habe Kollegen, die alleine für die Hinfahrt zur Arbeit knapp vierzig Kilometer fahren, womit man bei 220 Arbeitstagen alleine schon auf über ca. 17000 km kommt. Ein ehemaliger Kollege hatte sogar einen Arbeitsweg von 60 km, was 26400 km im Jahr machen. Alleine für den Arbeitsweg. Und last but not least, Justin:
So viel zur Dateneingabe. Und nun kommt der Vergleich. Angenommen habe ich, dass alle vier Personen sonst einen ähnlichen Lebensstil pflegen und ihre gesamten Ersparnisse fürs Aktiensparen aufwenden. Hier ist die erste Benchmark mit einem Nettogehalt von 3000 €:
Die erste Überraschung war, dass der Radfahrer so viel besser auch nicht da steht als der ÖPNV-Nutzer. Was mich noch erstaunt hat, ist, dass bei den Autofahrern Hopfen und Malz noch nicht verloren sind. Justin kommt immer noch auf nennenswertes Vermögen. Das ist doch prima. Nur ist es nicht realistisch, anzunehmen, dass ein Autoclown sonst ein sparsames Leben führt. Und hier ist das Nettogehalt schon sehr großzügig gewählt. Die negative Saldo beim Depotvermögen kommt durch den Autokauf, denn dessen Existenz verhindert erste Investitionen bzw. die Tilgung des Kredites verschlingt auch noch Geld. Vereinfachend nahm ich an, dass man dann auch 8 % an Zinsen berappen muss.
Das Auto bricht einem das Genick, wenn das Nettogehalt zu knapp und das Auto eine Nummer zu groß ist. Deswegen habe ich beim Gehalt auch einmal die 2100 € eingetragen:
Das ist der Fehler, den viele machen und dann kommt der Gerichtsvollzieher und der Kuckuck wird zur neuen Kühlerfigur: Guckt mal, da kommt der Justin. Schaut mal, wie lange er da in den roten Zahlen ist, weil er erst seine Schulden tilgen muss, bevor er mit dem Investieren beginnt. Das schicke Auto auf Pump ist typische Schuldenfalle junger Männer. (Ich kenne sogar jemanden, der einen gut gepflegten gebrauchten Ford zum Freundschaftspreis bekam. Es nicht lange gedauert, bis der Ford tiefergelegt wurde. Damit versaute er sich den Wagen.)

Ein Malus ist sicherlich, dass ich nur 10 Jahre betrachte. Dann würde sich der Radfahrer ein neues Fahrrad kaufen und die beiden Autofahrer ein neues Auto. Dann würde man richtig sehen, welche Kraft der Zinseszins hat. (Aber dazu gibt es genug andere Blogbeiträge mit Beispielrechnungen.)
Ich wurde ja auch gefragt, was mich der Kilometer kosten würde. Dazu habe ich mein Tabellenblatt nutzen können und habe den Radfahrer leicht modifiziert. Ich muss natürlich die Kosten für den ÖPNV und für die Bahn rausnehmen. Die Kilometerzahl musste ich schätzen.

Wie man die Tabelle interpretiert: Der einfache Arbeitsweg beträgt 2,9 km. Ich absolviere ihn zweimal täglich und 220 mal im Jahr. Für den Sport fahre ich verschiedene Hallen in der Woche in. Dort steht die Summe der Hinwege, die ich ja auch wieder zurückfahren muss.
Es sind nur etwas mehr als 4000 Kilometer jährlich. Ich wünschte, es wären mehr. Ich konnte in den letzten Jahren aus beruflichen Gründen nicht viel Fahrrad fahren. Der "Sparmeister" ("ETF, Nein danke!", Siehe unten in den Kommentaren.) kommt auf 2,5 Cent pro Kilometer. Ich komme auf 3,9 Cent je Kilometer. Wäre die Summe aller Ausgaben bei 1000 €, dann hätte ich wohl auch die 2,5 Cent. Oder ich müsste mehr fahren: 6420 km im Jahr. Mein  Problem ist, dass mein Fahrrad leider häufig Wind und Wetter ausgesetzt ist, weil ich keine Garage habe. Dann wechsle ich die Kette etwas häufiger. Die Kassette habe ich auch schon gewechselt, auch Kleinkram musste mal gewechselt werden.
Durch Wenignutzung senkt man die Betriebskosten kaum. So kann das Schlauchmaterial bei Nichtbeanspruchung spröde werden und dann ist der Schlauch irgendwann kaputt. Ich kenne so einen Fall. Aber der Hauptteil der Kosten entsteht beim Erwerb.
Der "Sparmeister" fährt im Gegensatz zu mir ein Fahrrad mit Nabenschaltung. Nabenschaltungen sind robuster als Kettenschaltungen. Für Alltagsfahrten in der Stadt ist das hervorragend, da man auch im Stehen an der Ampel schalten kann. Die Kette ist bei ihm auch vor Witterung geschützt. Fahrräder mit dieser Ausstattung gibt's schon ab 500 €. Für meine Bedürfnisse ist das aber nichts und für ein Zweitfahrrad (eines für die Stadt, eines für Touren) fehlt mir einfach der Platz. Und mir fehlen auch die Nerven. Da ich möglichst viel selber am Fahrrad können möchte und deshalb machen muss (Übung macht den Meister.), reicht mir ein Fahrrad.

Empfehlen kann ich auch Falträder. Ich habe zwar keines, aber zusammengeklappt kann man sie in jedem ICE und anderen Zügen als Gepäck mitführen. Man kann sie auch leichter mit in die Wohnung nehmen, wenn man keine Garage und auch keinen geräumigen Keller hat. Aber eine Fahrradtour würde ich damit nicht machen wollen.

Kommentare:

  1. Klasse Herr Couponschneider, ich fahre Velo seit knapp 20Jahren, bei Wind und Wetter, natürlich nicht bei Schnee und Glatteis, Auto hab ich seit ebenfalls 20Jahren nicht mehr, spart Geld und Zeit (Parkplatzsuche) ebenso Nerven und ist gesund. Für schwere Einkäufe nutze ich ÖV und im Notfall eben ein Taxi, (letzten Bus nach Spätdienst verpasst oder Tierarztbesuch mit 9kg Katze)
    Ich habe nix gegen Autobesitzer, aber manchmal ehrlich verwunderlich da fährt Jemand 1km um Brötchen und Milch zu kaufen, aber Jedem das Seine.

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  2. Ich verstehe zwar die Überhöhung die ihr dem Lebensmodell „nur Fahrrad und sonst nix“ beimisst, aber nachvollziehen kann ich es nicht.
    Natürlich kann der Vergleich von „Autoclown“ mit „Fahrrad“ nur so ausfallen, wie er eben ausgefallen ist. Sonst würde es keine Clows benötigen.

    Generell gilt, Themen nur aus "finanzieller" Sicht oder aus "Renditesicht" zu betrachten ist irre. (Partnerschaft, Kinder, Urlaub, Hobby, etc.)

    @Fit und Gesund
    Bei Wind und Regen oder Zeitmangel nehme ich auch das Auto für 500m – ohne schlechtes Gewissen.

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  3. Nabend,

    als ich noch als Arbeitnehmer unterwegs war, konnte ich pro Jahr um die 500€ Kilometerpauschale mit dem Fahrrad rausholen für um die 10K Kilometer Arbeit hin und zurück :D.
    Jetzt fahr ich zwar immer noch so viel und mehr, aber Geld gibt es dafür nicht mehr .. :).
    Körperliche Fitness und Brieftasche freuen sich immer. Neidische Kommentare von faulen Säcken, wie kann man nur ohne Auto inklusive *g*. Wenn nicht bloß ständig nervige Diebe ihr Unwesen treiben würden .. sogar nen kaputten Sattel haben diese IQ Monster schon geklaut *g*

    Michael

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    1. Wow - der Blogeintrag kam aber schnell.

      Da habe ich mich nochmal ein wenig eingehender mit den Kosten der Fahrradmobilität beschäftigt und habe versucht wirklich das komplette Bild von der Wiege bis zur Bahre eines Alltagsrades aufzuzeigen.

      Mein ehemaliges Alltagsrad war ein klassisches Hollandrad: Gazelle Tour Populair mit 5-Gang Sram-Nabenschaltung.
      Ich hatte es vor 10Jahren nicht mit der Intention gekauft damit täglich zu Arbeit zu fahren. Das hat sich nach einem Umzug einfach so ergeben.

      Leider hatte das Rad noch keinen Nabendynamo, sonst war es aber ziemlich alltagstauglich.

      Die Übersicht über die von mir ermittelten Kosten, die im Laufe der Zeit angefallen sind habe ich hier mal als PDF hochgeladen:
      http://www.file-upload.net/download-11518478/Kosten_Gazelle.pdf.html

      Ich muß mich also korrigieren - die Kosten pro Kilometer betrugen etwa 3Cent.

      Durch den geschlossenen Kettenkasten des Hollandrades habe ich nur ein mal auf den gut 50000km die Kette gewechselt - habe aber auch nicht reingetreten wie ein Tier, sondern locker pedaliert.
      Bei den Reifen zeigte sich, daß preiswerte Reifen (Schwalbe Delta Cruiser) in Verbindung mit Pannenfuchs-Einlagen zum einen eine hohe Zuverlässigkeit ermöglichten (man will ja nicht immer zu spät zur Arbeit kommen), zum anderen kann man die Reifen wirklich völlig runter fahren. So habe ich auch mit preiswerten Reifen auf dem angetriebenen Hinterrad immer in gute 10000km zurückgelegen können.

      Teure Ereignisse waren zum einen ein Gabelbruch bei etwa 25000km - ja auch eine schwere Gazelle ist nicht unverwüstlich ;-).
      Zum anderen war die durch die ungünstige Gewichtsverteilung stark belastete Hinterradfelge nach etwa 33000km völlig am Ende. Ich habe dann das Hinterrad komplett inklusiv der Nabe ersetzt. Die "neue" Nabe hatte ich gebraucht auf eBay erstanden und hielt leider nur etwa 10000km. So habe ich zum zweiten Mal das Hinterrad komplett ersetzt - diesmal mit eine neuen Sram P5 Cargo aus alten Beständen.
      Eine schlichte Nabenschaltung wie die von Sram oder eben Shimano ist nicht "unkaputtbar", sondern braucht Wartung/Befettung. Nicht zu vergleichen mit den alten Torpedo 3-Gang Naben oder einer im Ölbad laufenden Rohloff (ist geil, habe ich an einem anderen Rad).

      Bei meinem neuen Alltagsrad habe ich nun eine Kettenschaltung. Die Überlegung ist die, die Kette, Kettenrad und Kassette häufiger mal für kleines Geld zu wechseln, als dann den größeren Streß einer defekten Nabenschaltung zu haben.
      Keine Ahnung, ob das eine gute Wahl war. Ich führe ab jetzt auf jeden Fall ein Logbuch in dem ich die Kosten mit den dazugehörigen Kilometerständen aufzeichne.

      Würde mich freuen, falls noch andere einen Überblick (für andere Fahrradtypen?) geben könnten was es so kostet mit dem Fahrrad unterwegs zu sein. Ganz ideologiefrei.

      P.S. Ich besitze momentan insgesamt vier Fahrräder, zwei Motorräder und ein Auto. Das ist natürlich nicht wirklich sparsam. Nur 500Meter Fahrt nach Kaltstart werde ich keinem Verbrennungsmotor zumuten.

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  4. Ich habe mein Fahrrad für 150€ vor gut 2 Jahren gebraucht gekauft. 40€ für neue Schläuche, 40€ für einen Helm, 110€ für einen Fahrradkorb, Werkzeug, Reflektoren und Regenschutz. Macht aktuell 310€. In den Wintermonaten oder bei Regen fahre ich Bahn. Sagen wir mal rund 100 Tage für 3,60€. Sind pro Jahr derzeit 515€, 8-9km pro Tag, Tendenz sinkend, wenn mein Fahrad durchhält. Eine Jahreskarte läg bei rund 700€ im Jahr. Übers Auto denke ich da nicht nach, weil alleine eine einfache Garage 600 im Jahr kostet. Für längere Strecken fahre ich Zug und hab ne Bahncard 50.

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    1. Rechenfehler: 340€ fürs Rad und Equipment, also 170 pro Jahr. Plus 360 für Fahrkarten macht 530 im Jahr.

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  5. Ich habe ein Firmenfahrzeug über die 1%-Regelung. Ich zahle effektiv etwa 120 Euro/Monat für ein stets halbwegs neues Auto im derzeitigen Wert von 26.000 Euro (Listenpreis).
    Ich fahre privat im Schnitt 800km/Monat. Macht 15cent/km.
    Nicht einberechnet, wenn es dann für ein verlängertes Wochenende durch die halbe Republik geht,- ohne zusätzliche Kosten. Ab und an wird auch mal jemand mitgenommen. Ich schätze die Kosten daher grob auf 10-12cent/km + Luxusgefühl, weil angenehmes, neues Auto. Auf der Autobahn kann ich auch 190 fahren, ohne ein schlechtes Gewissen wegen Sprit zu bekommen. Eher der ökologische Gedanke macht sich breit.
    Besser kann ich doch nicht wegkommen.

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    1. Falls du dir mal ausrechnen willst wie viel dich der Firmenwagen kostet, nutze mal einen Firmenwagenrechner - die gibt's auch online.
      Die von dir angegebenen Daten erscheinen nicht stimmig - es sei denn du hast einen Wohnsitz in Sichtweite deines Arbeitgebers und(!) ein ziemlich schmales Bruttogehalt. Zumindest in meiner Firma muß man schon ein gewisses Gehalt haben, um die Option auf einen Firmenwagen zu haben.

      Falls du wirklich so wenig verdienst würde ich - schöner Firmenwagen hin oder her - mir schwer überlegen den Arbeitgeber zu wechseln, bzw. in deine Bildung zu investieren um dein Gehalt steigern zu können.

      Gute Fahrt!

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    2. Na gut, laut Rechner 136 Euro. Die 16 Euro machen den Kohl aber auch nicht fett. Ich wohne sehr nahe an der Arbeitsstelle, jepp.
      Den letzten Satz will ich mal überlesen haben. Das ist schon sehr arrogant, was du da schreibst und zeigt auf,- das unterstelle ich dir- dass du abseits deiner Branche wohl keine Ahnung hast.

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    3. Nachtrag: In meiner Branche bekommt man einen Firmenwagen, weil man ihn braucht. Nicht, weil man sich in einer hohen Gehaltsklasse bewegt und das die Goodies rechtfertigt.
      Ich spreche von der Baubranche und den damit verwandten Gebieten. Damit dürften sich auch die Zweifel nach dem (geringen) Gehalt erledigt haben, oder?

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    4. Pardon wenn mein Kommentar arrogant erscheint - das war so nicht meine Absicht.
      Kurz: ich glaube immer noch, daß das irgendwie nicht passt, ist aber auch egal.

      Zumindest die Leute aus meine Umkreis, die in der Baubranche tätig sind haben gerade sehr gut zu tun.
      Das sind Handwerker (Gesellen/Meister), die meist auch noch nebenher was laufen haben und ziemlich geschäftstüchtig (man könnte auch sagen schlitzohrig) sind.
      Da bin ich im Vergleich ein sicherlich langweiliger braver Angestellter, der weniger "berufliche Gestaltungsmöglichkeiten" hat ;-)

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    5. Vielleicht hätte ich weniger in Bildung investieren sollen und ein Handwerk lernen, statt zu studieren. Egal, du sagst es. Denn abgesehen von Justin, bewegen wir uns alle wirtschaftlich noch äußerst vernünftig. :)

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  6. Hallo, vielen Dank für den informativen Vergleich.

    Ich habe auch schon unendlich viel Geld in mein 10 Jahre altes Rad gesteckt, aber das verhält sich wahrscheinlich so, wie bei Vielen mit Ihrem Auto, eigentlich sollte ich mir schon längst mal ein Neues gekauft haben, kann mich aber nicht davon trennen.
    Ich wohne in Schwabing, brauch 10min bis in die Innenstadt, Stachus oder Hauptbahnhof, für die gleiche Strecke, bräuchte ich mit dem Auto das Dopplete, und dann muss ich noch einen Parkplatz suchen. Die meisten Parkhäuser sind vormittags schon "besetzt", und wenn man ein Freies gefunden hat, darf ich auch noch 3,50Euro/std dafür bezahlen, dass mein Auto "steht".
    Naja, ein Auto hat natürlich schon seine Daseinsberechtigung, keine Frage, kommt immer auf den Nutzen an, aber in einer Grossstadt verstehe ich den Grund sich ein Auto zu unterhalten nur bedingt.
    Wenn ich mir das Elend manchmal bei meinen Nachbarn anschaue, die fahren abends 3 mal um den Block, bis eine freie Lücke am Strassenrand gefunden ist. Diese 20min sitze ich schon zuhause am Essenstisch..:-)

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  8. Sehr spannende Rechnung und gemäß dem System 'gewinnt' der Radfahrer. Aber wie so oft in der Geschichte wird nur die halbe Wahrheit genannt ...
    Ich selbst fahre seit ein paar Monaten täglich mit dem Auto zur Arbeit. Und DAS rechnet sich sehr gut.
    ABer zuvor ein paar Daten: Zur Geburt meines Sohnes (2015) habe ich mir ein Auto zugelegt. Wir leben auf dem Lande und es ist sehr praktisch, falls es mal am Wocheende ins Grüne, Tierpark o.ä. gehen soll. AUch musste das Auto groß genug sein für einen Kinderwagen.
    Gleichzeitig habe ich mir einen neuen Job gesucht (Brutto ca. 3500€ mehr im Jahr) mit dem Nachteil nicht mehr mit dem ÖVPN die Arbeitsstätte zu erreichen.
    Jetzt aber die Daten für die Rechnung:
    - 55 km Fahrweg (einfache Fahrt) (ca 35min)
    - Fahrgemeinschaft (2-3 Personen)

    Es kann sich jeder ausrechnen, dass dabei eine stolze Summe übrig bleibt ... für mich und für die geasamte Fahrgemeinschaft.

    Und ich habe nur einen groben Überschlag gemacht ;)

    Herzliche Grüße

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