Sonntag, 17. Juli 2016

Weik, Friedrich: "Der größte Raubzug der Geschichte" - Ein Verriss

Der Gegenstand dieses Artikels ist ein Buch zweier Autoren, die schon seit ein paar Jahren durch die Medien tingeln. Der eine Autor, Marc Friedrich, gastierte erst kürzlich sowohl beim Finanzrocker als auch bei Stefan Obersteller, um ein wenig die Werbetrommel zu rühren, für das neue, das dritte mit Matthias Weik gemeinsam verfasste Buch. Ich fand beide Interviews grauslich, weil ich von der Crash-Propheterie nichts halte. Um mir ein profunderes Bild zu machen, habe ich mir das erste Buch (2012 erschienen) ausgeliehen und gelesen: "Der größte Raubzug der Geschichte - Warum die Fleißigen immer ärmer und die Reichen immer reicher werden".

Das Buch beginnt mit der Erklärung, was Geld ist und kommt dann schnell zum Thema Schulden. Ich kritisiere die exzessive Schuldenmacherei ja auch, ob nun private Schulden oder öffentliche Schulden. Ich bin da erzkonservativ und hatte noch nicht einmal Bafög-Schulden. Ich spare lieber, bevor ich mir etwas kaufe. Die Autoren kritisieren die hohen Schulden der amerikanischen Bevölkerung, z. B. für die Immobilien. Auch die Kritik teile ich, aber da hört dann die Gemeinsamkeit mit den Autoren auch schon auf, denn sie suggerieren, dass die amerikanischen Banken aus reiner Boshaftigkeit die Mittel- und Unterschicht ins Verderben stürzte. Hans Olaf Henkels Buch "Die Abwracker" behandelt auch das Thema, aber mit mehr Substanz, und er schreibt, dass alle amerikanischen Regierungen seit Jimmy Carter ihr Schärflein zur Immobilienblase und letztendlich zum Immobilienkrach 2007 beitrugen.

In Kapitel 10 wird kritisiert, dass der amerikanische Staat die Deutsche Bank unterstützt hätte. Tatsächlich aber hat der amerikanische Staat die American Internation Group (AIG) gestützt, wovon die Deutsche Bank indirekt profitierte. Ich finde das sehr simplizifierend. Indirekte Hilfen sind keine direkten Hilfen. Es ist vollkommen normal, wenn man jemanden hilft, dass die Geschäftspartner davon profitieren, selbst wenn es dies nicht angestrebt wurde. Angestellte unterstützter Konzerne profitieren ja schließlich auch, aber da schreibt dann niemand, der Staat unterstütze die Angestellten.

Die 43 Kapitel sind schon recht kurz gehalten. Das kürzeste ist Kapital 11. Nicht einmal eine ganze Seite ist es lang und vollkommen zusammenhangslos wird da beschrieben, dass es Wetten auf den Misserfolg anderer gibt, vergleichbar mit einer Brandversicherung für ein Haus, das einem nicht gehört. Was daran nun so schlimm sein soll, bleibt das Geheimnis der Autoren. Von Brandstiftung haben sie ja nichts geschrieben.

Im weiteren Verlaufe des Buches geißelt man auch noch die Rechtsform der FED. In dieses Horn wird von Finanzapokalyptikern seit vielen Jahren gestoßen, aber was an der Rechtsform so schlimm sein soll, hat mir noch niemand plausibel darlegen können. Um Punkte beim Publikum zu bekommen, schimpft man auch noch darauf, dass die Abgeltungssteuer nur 25 % betrage und dies eine unzulässige Privilegierung von Aktionären wäre. Auch das ist absolut verkehrt und die zwei Herren, die immerhin Studiengänge mit Schwerpunkt Ökonomie absolviert haben, sollten es besser wissen. Bevor die Abgeltungssteuer kam, gab es ein Halbeinkünfteverfahren, das berücksichtigte, dass Dividenden aus dem Gewinn nach Steuern bezahlt wurden. Mit der Abgeltungssteuer zahlt der Aktionär heute auf seine Dividenden mehr Steuern als davor, als noch der persönliche Einkommenssteuersatz galt. Auch natürlich fordern sie auch noch das Ende der Spekulation auf Nahrungsmitteln, begründen es aber nicht.

Überhaupt reißen sie ein sehr großes Themenspektrum an, von der internationalen Verflechtung der Staaten mit Geschäftsbanken, Ratingagenturen, vom amerikanischen Hausbesitzer bis hin zur Oma, die von ihrem Bankberater Beratung erwartet, aber über den Tisch gezogen wird.  Während in Kapitel 17 noch kritisiert wird, dass die Bank-Manager ihren Aktionären auf der Nase herumtanzen und sich maßlose Boni gönnen, so muss man schon in Kapital 18 lesen, dass die Bankberater nur den "shareholder value" maximieren wollten. Das passt doch nicht. Kapitel 24 ist wie Kapitel 18, also ziemlich kurz. Kapitel 24 stellt Blackrock kurz vor, aber hinterlässt viele Fragezeichen. Das Kapitel ergibt nur einen Sinn, wenn man die Fantasie des Lesers vom schlichtem Gemüte einkalkuliert, der hinter Blackrock die nächste Weltverschwörung vermutet darf.

In Kapitel 38 schreiben sie auch noch, der "Bund der Steuerzahler" unterstütze Steuererhöhungen. Die Propheterie geißeln die Autoren auch, betreiben aber selber Crash-Propheterie.


Wie schlampig gearbeitet wurde, ist eindrucksvoll in Kapitel 41 belegt. Das man große Zahlen als Produkt einer Zahl und 10 hoch n (10^n) notiert, ist hinlänglich bekannt. Jedem Ingenieur ist bewusst, dass ein Taschenrechner dies etwas anders macht, weil die alten Sieben-Segment-Anzeigen nicht mehr hergaben und heute nutzt man traditionellerweise immer noch die "E-Notation". Statt 6,3 * 10^3 schreibt man 6,3E03. So weit, so gut. In Kapitel 41 wird die Geschichte mit dem Schachbrett und dem Reis zum Besten gegeben, um zu demonstrieren, was exponentielles Wachstum ist. Über die Zahl 109.951E12 schreiben sie, es wäre 121.693.091... (mit ganz vielen Nullen) Ich weiß nicht, was die da ausgerechnet haben wollen. 109.951E12 ist nichts weiter als 109.951.000.000.000.000 oder anders ausgedrückt: 109 Billiarden und 951 Billionen. Ich vermute, die haben 109.951^12 berechnet und dann gab es einen Überlauf.

Ich glaube, die Jungs können nur Zahlen in den Taschenrechner tippen, verstehen aber nicht, was der ausspuckt. Ich besuchte an der Universität eine Vorlesung über Investitionsrechnung, wo sich der Dozent genüsslich über die mangelnden Mathematik-Fähigkeiten der BWL-Studenten ausließ. Dass es so schlimm ist, hätte ich nicht gedacht.


In ihrem Fazit schreiben die Autoren: "Sie haben nun das Wissen und die Möglichkeit, diesem nachweislich gescheiterten System die Grundlage für sein gefährliches Handeln zu entziehen[...]" Ich halte so eine Äußerung für einen schlechten Witz. Über das Investieren schreiben sie nur in Kapitel 43 und das sehr wenig (nur über Anlageformen) und dort kann man nachlesen, dass Aktien von Inflation oder von Währungsreformen negativ betroffen wären. Anleihen, Sparbuch, Tagesgeld und Lebensversicherung sind genauso bewertet. Und natürlich stehen Gold und Silber am besten da. Die scheinen ihre Abschlüsse in der Lotterie gewonnen zu haben.

Es gibt keine soliden Gedankengänge, dafür aber maximalen Populismus. So werden Inflationsraten präsentiert, dass der US-Dollar von 1913 bis 2012 um 96 % abgewertet hätte. Ich komme da auf eine Inflationsrate von 3,2 % pro Jahr. Ist das nun viel? Ich finde nicht. Beim Euro wird eine Inflationsrate von 22 % zwischen 1999 und 2012 angegeben, was einer Inflationsrate von 1,9 % pro Jahr entspricht. Auch nicht viel. Die jährlichen Inflationsraten habe ich mir selber ausgerechnet. Dem Leser wird nur die gesamte Inflation über 99 bzw. 13 Jahre mitgeteilt, weil es viel dramatischer aussieht und viel wirkungsvoller ist. Zum maximalen Populismus gehört auch, was "die da oben" an Gehältern und Boni kassieren. Und wenn die Armen nicht vermögender werden, ist die Schuld bei "denen da oben" zu suchen, nicht bei den Armen selber.

Verlegt wurde das Buch im Verlag "Bastei Lübbe", ein Verlag, der eher für Comics und Groschenromane auf billigen Papier bekannt ist. So ein schreckliches Buch habe ich vorher noch nie gelesen. Ich habe nur die E-Book-Version, da kann ich nichts zur Papierqualität dieses Buches sagen. Aber inhaltlich ist das Buch ja billig genug. Ein wirres Zeug; eine Mischung aus Dirk Müller und KenFM, nur ohne Lügenpresse und Weltjudentum. Im Verlag gibt es anscheinend auch niemanden, der auf die Formatierung achtet. Die dachten sich wohl auch: Inhaltlich ist das Buch so schwach, dass man kein Geld für die Aufmachung mehr verschwenden sollte.

Der Stil des Buches ist eine Katastrophe. Auf mich macht es den Eindruck, als hätte man da eine Lose-Blatt-Sammlung zusammengeheftet. Im Text werden die Symbole für Euro (€) und Dollar ($) nicht verwendet, in den Grafiken schon. Mal heißt es "Dollar", mal "US-Dollar". Die Währungsangabe folgt in der Regel der Zahl, aber in Kapitel 7 ist die Währung der Zahl vorangestellt: "Dollar 6000 Zinsen". Erst heißt es "Hartz 4", später dann "Hartz IV". Und warum "Fiatgeld" als "FIAT-Geld" ausgeschrieben wird, bleibt das Geheimnis der Autoren. Die beiden taschenrechnergläubigen Autoren betreiben auch eine Vermögensverwaltung. Nachdem ich dieses wirre Konvolut gelesen habe, frage ich mich, wer auf die beiden Leute reinfällt. Würden die mein Vermögen verwalten, könnte ich nicht ruhig schlafen. Spätestens dann, wenn die Taschenrechner der beiden in Bereiche vordringen, wo er in die E-Notation springt, sollte man auf der Hut sein.


Kommentare:

  1. Ich habe auch mal ein Interview zu "Der Crash ist die Lösung" gehört und was mir bei den beiden nicht gefällt ist diese "End of History" Einstellung. Als würde der nächste Crash das Ende der Welt bedeuten. Es wird keine Firmen mehr geben, keine Aktien und kein Geld.
    Deshalb werden dann so tolle Tipps gegeben, wie man solle sein Geld in Whiskey oder physisches Gold investieren. Ich stelle mir dann immer vor, wie die Autoren nach diesem Crash auf der Straße zwischen den Leuten mit den Mistgabeln und den Baseball-Schlägern rumlaufen und rufen "Verkauft uns Essen! Wir können in Gold bezahlen!".
    Ich halte mich lieber nach wie vor u.a. an Firmen, die seit dem 19. Jahrhundert über mehrere Kriege und Währungsreformen hinweg Dividenden zahlen.

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    1. Ich mich weiter über diese zwei Finanzpegidianer informiert und was andere von den beiden halten. Ich fand das Buch erschreckend blöde. Ich war nach der Lektüre erschrocken. Noch mehr erschreckt mich aber der Umstand, dass das Buch Spiegel-Bestseller wurde und bei Amazon 4 von 5 Sternen hat. Wie kann so ein dümmliches Buch so viele positive Kritiken bekommen?

      Hier ist noch ein Interview:

      http://www.deutschlandradiokultur.de/matthias-weik-marc-friedrich-kapitalfehler-finanzbranche.1270.de.html?dram:article_id=354126


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  2. Freelancer Sebastian18. Juli 2016 um 08:52

    Ein schöner Veriss. Der Couponschneider, wie er leibt und lebt.

    Man bekommt bei Weik&Friedrich schnell den Eindruck, dass ihnen die Marketingseminare während des Studiums am besten gefallen haben. Habe nun zwei Bücher von ihnen gelesen und bin sicher: Sie bedienen ganz einfach die Nachfrage nach Panikliteratur.

    Die Netzgemeinde giert nach Verschwörungstheorien ("Die Rothschilds sind schuld...."), Untergangsszenarien und Panikstimmung. Weik&Friedrich liefern (daher auch die ominösen 4 Amazonsterne).

    Von Karl Popper haben sie wohl nie gehört und so wird munter polemisiert. Wenig wird erklärt, nichts korrekt erörtert. Ein Hohn, wie die Performance von Aktienanlagen thematisiert wird. Zynga statt Johnson&Johnson....

    Wie so oft: Man hat eine Meinung (vor allem wohl die Stammleser) und bekommt die "Beweise", die man braucht. Das Weltbild stimmt, alles gut.

    Was machen die eigentlich mit den ganzen zukünftig wertlosen Eurosummen, die sie gerade einsacken? Wer ein Bild schießt, wie sie ihre Goldtaler im eigenen Waldstück verbuddeln - bitte hochstellen.

    Man müsste die beiden beim nächsten Vortrag in Berlin mal zur Rede stellen. Aber wenn ich an das umsitzende Publikum denke.... lieber nicht.

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  3. Ich habe das Buch gelesen. Inhaltlich sind einige Kapitel tatsächlich etwas abstrus. Einige sind jedoch nicht allzu schlecht Recherchiert wie Sie es hier darstellen. Ziel des Buches ist es auch nicht, dem Leser eine Anlagestrategie zu vermitteln, daher brauchen Sie das auch nicht zu kritisieren. Viel mehr geht es darum Diverse Geldströme offen zu legen. Die sind natürlich nicht unbedingt das Gelbe vom Ei und das Buch insgesamt eher durchschnittlich sowie mit viel Populismus gewürzt.
    Viel schlimmer und Populistischer als das Buch ist jedoch die Form Ihrer Argumentation: "Verlegt wurde das Buch im Verlag Bastei Lübbe, ein Verlag, der eher für Comics und Groschenromane auf billigen Papier bekannt ist."
    Nur weil ein Buch bei Lübbe erscheint ist es also schlecht im inhaltlichen Aspekt und von der Papierqualität her. Ich hoffe Sie sehen wie dumm Ihr Argument ist. Pure Pauschalisierung. Vielleicht hätten Sie, Herr Couponschneider mal besser eine Germanistikvorlesung besucht, dann könnten Sie vielleicht auch Argumentieren. Und bevor Sie sich darüber aufregen, dass die Autoren "Hartz 4" und "Hartz IV" abwechseln (Haarspalterei, das ist kein Fehler sondern einfach Abwechslung); sollten Sie sich mal Ihre eigene Grammatik zu Gemüte führen. Wie Sie jemals einen Hörsaal von Innen sehen konnten ist mir ein Rätsel. Zitat:
    "Ich mich weiter über diese zwei Finanzpegidianer informiert..."
    SPO - Subjekt´, Prädikat, Objekt - schonmal gehört?! Scheinbar nicht! Auch Dativ und Akkusativ sind unterschiedliche Fälle, die sollten Sie sich nochmal anschauen. Neben dem Stil des Buches ist auch Ihr eigener Stil eine Katastrophe und keinen Deut besser.

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    1. Ich selber bin Polemik nicht abgeneigt. Sie verwechseln Polemik mit Argument. Ein polemischer Stil muss nicht argumentativ schwach sein. Inhaltlich aber ist das Buch extrem schwach. Es ist eine Aneinanderreihung von nicht zusammenhängenden Fakten, die Empörung verursachen sollen, mehr aber auch nicht. Genau das beschreibe ich, und ich hoffe, mit einem gewissen Unterhaltungswert. Dass Bastei Lübbe normalerweise für billige Groschenromane von billigen Recyclingpapier bekannt ist, ist eine ideale Steilvorlage. Wo ist das Problem?

      Im Buch selber kann man im Fazit nachlesen, dass der Leser ja jetzt genug Informationen hätte, um selber mit dem Investieren zu beginnen. Wäre der Satz nie geschrieben worden, hätte ich es nicht aufgespießt. Ich bin niemand, der kritisiert, wenn ein Buch Probleme beschreibt, aber keine Lösungen liefert. Das erinnert mich zu sehr an Sozialismus, als "destruktive Kritik" oder "Defätismus" als Gründe für 10 Jahre Lager herhalten durften.

      Dass ich im Kommentar das Verb vergessen habe, ist der Eile geschuldet. Ich kann leider meine Kommentare nicht editieren. Ich werfen Ihnen doch auch nicht vor, dass Sie in Ihrem "scheinbar" schreiben, obwohl Sie "anscheinend" meinen.

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  4. Das Buch las ich ebenfalls und fand es auch wenig hilfreich. Dass sie Aktien für einen Papierwert halten ist absolut falsch, es sind Sachwerte. Es kommt vor allem darauf an ob man damit spekuliert oder investiert.
    Ich denke aber nicht, dass das Buch dem Otto-Normalbürger schadet, er sicherrt mit Sachwerten, die die beiden empfehlen immerhin sein Vermögen und kommt weg von Garantieprodkten und Versprechen.


    "Ich mich weiter über diese zwei Finanzpegidianer informiert und was andere von den beiden halten."

    Die beiden mit Pegida gleichzusetzen ist genauso Populismus, wie du es Ihnen vorwirfst.

    Schreib lieber mal wieder was mehr Aktien, statt Verisse.

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    1. Eine polemische Etikettierung ist keine "Gleichsetzung".

      Wofür steht Pegida? Unzusammenhängende, schwache Thesen, maximale Empörung und dummdreistes Auftreten. Das zeigen auch diese beiden Autoren.

      "Finanzpegidianer" ist eine treffende Etikettierung.

      Wenn ein echter Pegidianer ein Buch schriebe, es sähe doch so aus: Ein einführendes Kapitel in die Kultur des christlichen Abendlandes und danach verschiedenste Kapitel über Bin Laden, Saddam Hussein, dem saudischen Königshaus bis hin zu Erdogan. Und zwischendurch ein kleines Kapitel, dass Türken in Berlin Kreuzberg Handtaschen stehlen. Einen solchen Stil liefern die beiden Autoren, nur eben zum Thema Finanzen.

      Das Buch bringt den Leser nicht weiter. Ich habe schon viel bessere Bücher zum Thema gelesen, z. B. "die Abwracker" von Hans Olaf Henkel und die "Target-Falle" von Sinn. Außerdem auch Kahneman, Zweig, Kosto, Otte, zudem Klassiker von Smith, Mises, Hayek und Friedman. Davon sind manche Bücher beileibe keine schwere Kost, aber auch nicht so dümmlich wie "Der größte Raubzug der Geschichte". Der Leser sollte sich daran halten, abhängig davon, ob er die Finanzkrise verstehen will oder ob er seine persönlichen Finanzen auf Fordermann bringen will. Auch das Vermischen dieser beiden Themen halte ich für verkehrt; die Krise ist ein schlechter Ratgeber. Die beiden Autoren empfehlen Gold; sie sind wohl Goldbugs. Dass ich von Goldbugs nichts halte, deutete ich schon im Artikel an.

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  5. Schön, dass du das Polemikthema erkennst.

    Wenn du im Laden 2 Produkte mit dem selben Etikett siehst, gehst du davon aus, dass auch der gleiche Inhalt drin ist. Als Verbraucher setzt du beide Produkte gleich. Aber lassen wir die Haarspalterei.
    Wofür steht Pegida? Da lässt du aber einiges weg. Rassismus z.B. Und das haben die beiden, so wenig erkenntnisreich das Buch für mich auch war, nicht verdient.
    Auf der einen Seite subtilen Antisemitismus branntmarken auf der anderen Seite den Rassismus mal kurzerhand weglassen. Weitere Worte erübrigen sich ...

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  6. Fit und Gesund / Annabella20. Juli 2016 um 23:43

    Guten Abend Herr Couponschneider,
    ich habe mir mal das Buch "Der Crash ist die Lösung" vor Monaten gekauft, nun ja, eher bedrückend und zeigt eben keine wirklichen Lösungen,
    als nächstes werde ich mich an Daniel Stelter's "Eiszeit in der Weltwirtschaft" versuchen, kennen Sie das?

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  7. "Statt 6,3 * 10^3 schreibt man 6,3E06"

    Verstehe ich nicht, es müsste doch lauten: "6,3E3", siehe Wikipedia:

    "Wenn keine hochgestellten Ziffern zur Verfügung stehen, wird die folgende Schreibweise genutzt: aus 1*10^18 wird 1E18. Die Zahl 3200 z. B. kann somit auch 3,2 E3 notiert werden."

    viele Grüße,
    Jens

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  8. Ich habe das Buch nicht gelesen, fand aber das Interview beim Finanzrocker schon nervig genug. Extrem populistische Argumentation, keine richtigen Quellen und ohne vernünftige Handlungsempfehlung. Wenn das Buch ähnlich ist, kann ich deinen Verriss gut nachvollziehen.

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  9. Ich fand bisher die Bücher alle gut von ihnen, vor allem muss man ihnen anrechnen, dass sie mit ihren Büchern Menschen erreicht haben bzw. für Finanzen begeistern konnten, die es zuvor nicht waren. Auch wenn man nicht alle Meinungen teilen muss, ist es hilfreiche und verständliche Sachbuchliteratur. Am besten gefällt mir das aktuelle Buch "Kapitalfehler". Nicht von der Hand zu weisen, sind die vielen Punkte der beiden die eingetroffen sind.

    Die Podcasts von Stefan und Daniel fand ich im Übrigen auch gut.


    Grüße von Jens aus Siegen

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  10. Ich habe nur das erste Buch der beiden bisher gelesen, werde aber die anderen beiden mir auch zu Gemüte führen. Ich fand es unterhaltsam und informativ. Die beiden haben sich die Mühe gemacht, die Ursachen der Finanzkrise zusammenzufassen und daraus ihre Schlüsse gezogen. Die kann man annehmen oder auch nicht. Wo ich deutlich widersprechen muss ist die Sache mit den Quellen. Das Buch hat über 1000 Quellen hinterlegt auf zig Seiten.
    Ich habe mal ein Interview mit beiden gehört, warum sie Aktien gegenüber skeptisch sind. Klang plausibel: Neben dem EZB/Notenbankgeld vor allem war ihr Bedenken, daß die Aktien alle nicht mehr ausgeliefert werden - Stichwort Clearing Stelle. Sie hatten da einen Selbstversuch unternommen. Wie dem auch sei. Wir werden sehen was die Zukunft bringt. Ich hoffe nicht dass sie recht behalten werden. Das wäre s.....e

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  11. Hallo allerseits,

    ihr erstes Buch fand ich erfrischend neu aber inhaltlich eher so Lala. Richtig gut gefallen hat mir "Der Crash ist die Lösung". Was ich auf jedenfall auch gut finden ist, dass die beiden Finanzthemen so verpacken, dass es die Allgemeinheit verstehen kann.

    Good trade
    Max

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  12. Der mehrheitlichen Meinung kann ich mich nur anschließen. Ich habe mir auch die Interviews bei Geldbildung und Finanzrocker angehört. Gruselig, aber so verdient der Autor offensichtlich gutes Geld. Danke Couponschneider.

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  13. Podcast Geldbildung fand ich sehr gut. Finanzrocker so Lala. Die Bücher kenne ich nicht, aber ich habe mir nun mal die Hörbücher bestellt.

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