Sonntag, 23. Oktober 2016

Eine Zwischenbilanz für 2016

Im Dezember formulierte ich Ziele für 2016, die da wären:

  1. 26000 € in Aktienkäufe stecken.
  2. 173000 € Depotwert.
  3. Dividenden von 6100 € brutto.

26547,96 € habe ich bereits investiert. Da ich in den nächsten Tagen wieder an Knete komme, werde ich wieder investieren und vielleicht sogar die 30000-€-Marke knacken. Mein Depot hat heute einen Wert von 173304,10 €, also ist auch das zweite Ziel erreicht. Das dritte Ziel ist noch nicht erreicht, aber praktisch so gut wie sicher. 5837,31 € an Dividenden habe ich bereits eingestrichen und einige Zahlungen erwarte ich noch, ca. 120 € im November und ca. 500 € im Dezember.

Vielleicht bin ich mit meinem Zielsetzungen einfach nicht ehrgeizig genug oder ich unterschätze die Entwicklung des Aktienmarktes. Als ich meine Ziele formulierte, betrug der Wert des Depots 138.421,90 €. Ich kann auf ein Wachstum von 35000 € innerhalb von zehn Monaten zurückblicken. Davon waren 26500 € Investitionen (gespeist aus Gehaltszahlugnen u. Dividenden), d.h. das Kurswachstum betrug 8500 €. 8500 € von 138500 € entpricht 6,1 %. Auf das komplette Jahr hochgerechnet entspricht das 7,3 %. Das ist nur das Kurswachstum. Ich rechne eigentlich mit ca. 8 % Gesamtrendite, d.h. Dividende und Kurswachstum zusammen ca. 8 %.

Da ich mich ja mittlerweile zu den alten Hasen rechnen kann, merke ich eine gewisse Abgeklärtheit, die sich bei mir einstellt. Im Januar/Februar geriet ich gar nicht erst in Panik; ich kaufte nach. Anfang August habe ich auch einen Nachkauf einer Aktie getätigt, die an der Börse abgestraft wurde. Mittlerweile ist sie wieder auf den alten Stand, d.h. innerhalb von zweieinhalb Monaten um 18 % gestiegen. Bei anderen Aktien hatte ich nicht so ein glückliches Händchen, aber wenn man breit streut, hebt es sich auf. Ich habe in gutes Verständnis für Stochastik und gerate nicht in Panik, wenn sich eine Position nicht so entwickelt, wie prognostiziert.

Wenn ich die letzten Jahre rekapituliere: Wichtig ist es, früh anzufangen, alleine wegen der psychologischen Komponente, denn dann lernt man das Handwerkszeug. Gemachte Fehler sind dann wegen mangelndes Geldes auch nicht so teuer. Mit dem Erfahrungsschatz von sieben Jahre Börse geht man an die Sache ganz anders ran. Wenn Fehler gemacht werden, dann am besten, möglichst früh und mit möglichst wenig Geld. Alter und Barmittel korrelieren ja in den Lebensjahrzehnten drei bis sechs.




Kommentare:

  1. Glückwunsch! Mag deine politischen Beiträge sehr, auch wenn sie manchmal etwas griesgrämig klingen. Vor allem dein Verriss von Marc Friedrich und Matthias Weik war Balsam für die Seele.

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  2. 2016 ist in durchaus ein gutes Börsenjahr. Ich bin allerdings mittelfristig eher pessimistisch und fülle lieber die Kriegkasse als jetzt noch zu kaufen. Da Du als Dividendenjäger viele US-Aktien haben wirst (wie ich auch), könnten FED und Nach-Wahl-Effekt die Jahresbilanz noch auf den letzten Metern etwas trüben. Wir werden sehen.

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  3. Auch von mir Glückwunsch zur erfreulichen Zielerreichung. Ich fände es schön, wenn Du wenigstens noch eine Liste der Unternehmen, in die Fu investiert bist posten würdest. Das würde andere Leser Deines durchaus lesenswerten Blogs sicher auch interessieren.

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  4. Fit und Gesund / Annabella26. Oktober 2016 um 13:31

    Glückwunsch auch von mir, beachtliche Leistung, von nix kommt eben nix :)
    Ich werde bis Ende des Jahres auch einen schönen Batzen an Dividenden eingefahren haben, auch Dank Ihres Blogs und der Motivation, ich investiere allerdings bisschen Anders als Sie, nämlich halb Einzelaktien, halb ETF's und auch Cashreserve und ein kleines Portiönchen physisches Gold, wie würden Sie vorgehen wenn Sie ungefähr 5 Jahre vor der Rente wären? das fände ich mal einen interessanten Beitrag, und nein, ich plane natürlich nicht mit Renteneintritt sofort das Aktiendepot aufzulösen, das versteht sich von selbst.

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  5. Im Bewusstsein, keinen inhaltlichen Beitrag zu leisten: Schön, dass es wieder neue Blog-Beiträge gibt. Man hatte schon Anlass zur Sorge...

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  6. Nach sieben Jahren Bullenmarkt fast wie an der Schnur (S&P damals 700, heute 2100) solltest du dich auch um Absicherungsstrategien kümmern. Einfach aussitzen wird gegen Ende immer schwieriger wenn es mal richtig (30-40%) nach unten geht.

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  7. "oder ich unterschätze die Entwicklung des Aktienmarktes". Na, das hängt ja maßgeblich von der Enwicklung der Märkte ab. Die können gerne auch mal 50 % einbrechen, dann war die Zielsetzung im Nachhinein über-optimistisch.

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