Freitag, 11. November 2016

Trump, Trump, Trump, the quotes are rising...

Ich gebe zu: Die amerikanische Wahl hat mich kaum interessiert. Für Politik interessiere ich mich immer weniger, wahrscheinlich, weil ich durch mein Interesse schon als 19-jähriger des Themas langsam überdrüssig wurde. Und viele Diskussionen wiederholen sich einfach, weshalb ich kaum noch hinhöre. Früher war Sabine Christiansen Pflichtprogramm (immer nach dem Tatort), Anne Will schalte ich nur in Ausnahmefällen an und wenn, dann höre ich es über DAB+.

Interessant war das ganze Spektakel aus Börsianer-Sicht. Die letzte Woche gingen die Kurse runter. Als Trump gewann, stürzte erst alles in den Keller, um sich dann zum Abend hin zu erhohlen. So kletterte mein Depot seit Mittwoch wieder ordentlich. Das schwache Euro, mittlerweile bei nur noch 1,08 $, tut sein übriges.

Hätte es die vorhergehende Woche nicht gegeben, würde ich sagen, diese Kursgewinne der letzten zwei Tage wären nicht von nachhaltiger Natur. Sowohl die letzte Woche, als auch die aktuelle Woche muss man als eine "politische Börse" sehen und die hat bekanntlich kurze Beine.



Ich habe letzte Woche bereits die Chance zu Nachkäufen genutzt und damit Aktieninvestitionen in Höhe von 30000 € in diesem Jahr getätigt, wobei die 30000 € alleine aus Dividenden und Gehalt gespeist sein dürfen. (Geld aus Aktienverkäufen blende ich bewusst aus.) Pro Monat also 2500 €. Ich bin selber erstaunt, dass ich das geschafft habe.

Die stetig steigenden Dividendeneinnahmen helfen dabei, das Investitionsvolumen weiter zu erhöhen. Daran arbeite ich weiter. Das ist unabhängig davon, wie der amerikanische Präsident heißt. Mein Schiff hat Kurs genommen und so ein paar Wetterkapriolen bringen mich nicht aus dem Tritt.

Im Prinzip ist tatsächlich wie mit den Seereisen von Vasco da Gama, Magellan und Co.: Man wusste, dass man nicht von der Erde fällt, dass es einen Seeweg nach Indien geben muss. Man wusste durch Berechnung, wie groß die Erdkugel ungefähr sein musste. Man wusste auch, dass es Wetterkapriolen geben kann, die Schiffe zerbersten. Die Wetterkapriolen sind ein Risiko, das sich stochastisch erfassen lässt und gegen das man vorsorgen kann. Das größere Problem war der Aberglaube. Früher dachten die Leute, man fällt von der Erde runter oder Seeungeheuer mit Tentakeln verschlängen ganze Schiffsbesatzungen. Es war auch schwer, Finanziers und Besatzung zu finden.

Die Könige und Seefahrer, die den Aberglauben zu überwinden wussten, wurden mit Reichtum und Ehre belohnt. Das heißt, man muss durchhalten, auf die Berechnungen (Stochastik) vertrauen, den Aberglauben besiegen ("Aktien sind gefährlich.")  und gegen reale Risiken vorsorgen (mittels Diversifikation und Schuldenfreiheit) und dann erreicht man auch sein Ziel: Passive Einnahmen, die zur Lebensführung reichen.




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