Donnerstag, 22. Dezember 2016

Bilanz 2016 - Ziele für 2017

Wie in jedem Jahr möchte ich auch in diesem Dezember kurz resümieren, wie das Börsenjahr für mich war. Die letzten Dividenden des Jahres sind auf mein Konto geflossen und damit kann ich eine Bilanz ziehen.

Die Ziele für 2016 definierte ich am 20. Dezember 2015. Dort heißt es:
  1. 26000 € in Aktienkäufe stecken (Geld wird nur gespeist aus Gehalt und Dividenden. Mögliche Aktienverkäufe werden gegengerechnet.)
  2. Der Wert meines Depots soll mindestens 173000 € betragen.
  3. Die Dividenden sollen mindestens 6100 € brutto betragen.

Ziel 1 habe ich erreicht. Es waren am Ende 30004,13 €, die ich 2016 investiert habe. Ich habe mich von einer Position getrennt. Der Verkaufserlös ist von den 30004,13 € bereits abgezogen. Das ist schon Wahnsinn, da 30000 € p.a. 2500 € pro Monat bedeutet. Wo habe ich nur so viel Geld her? Ich habe ja währenddessen nicht unter der Brücke gehaust und mich von Läusen ernährt.

Ziel 2 habe ich erreicht. Mein Depot hat 191000 € überschritten. Und meine Dividenden betragen 6479,16 € brutto bzw. 5028,03 € netto. Ziel 3 ist damit auch erfolgreich abgehakt.

Ich fragte mal vor einigen Jahren in einem Finanzforum, ab welcher Höhe das Aktiendepot Spaß mache. Eine richtige Antwort bekam ich nicht; ich glaube, die verstanden die Frage nicht. Kolja Barghorn hat in einem seiner Videos kurz angemerkt, dass das alles erst ab 100000 € so richtig Spaß mache. Das kann ich so nur bestätigen. 1 % Steigerung des Depots, wie man es praktisch jeden Tag erleben kann, bedeutet bei 100000 € Anlagevermögen schon 1000 €. Und die Dividenden sind auch schon ordentlich. Ab 100000 € Depotwert kann man sich von den Dividenden schon deutlich mehr leisten als Döner mit Cola.

Wie sieht denn nun die Verteilung der Dividenden im Jahre 2016 statt? Eines meiner Nebenziele ist es, in jedem Monat wenigstens dreistellig zu kassieren. Das habe ich 2016 noch nicht geschafft, aber 2017 werde ich es wohl schaffen. Wie man aber sieht, gibt es ein deutliches Übergewicht im Mai:

Das sind meine deutschen Dividendenzahler. Ich habe kein Problem mit dem Ungleichgewicht und strebe auch nicht an, die Dividenden ungefähr gleichverteilt in allen Monaten zu bekommen. Änderungen zwischen den Jahren rühren meistens daher, dass Auszahlungstermine von Anfang Mai in den April rutschen und umgekehrt. Solche Effekte wird es auch 2017 geben.

Wie haben sich die Dividenden bis heute entwickelt? Wie in jedem Jahr gibt es auch hier ein fesches Diagramm:
Dann man schön sehen, dass es mit den Dividenden stetig hoch geht. Ich führe aber noch ein zweites Diagramm, das alle erhaltenen Dividenden bis zum Tag x darstellt:
Die blaue Linie zeigt die Bruttodividende. Die ist bei über 19000 €. Die Nettodividenden belaufen sich bislang auf über 15500 €. Für die ersten 5000 € netto brauchte ich fünf Jahre. 2016 bekam ich 5000 € netto im Jahr. Und wie hat sich mein Depot entwickelt? Auch da gibt es ein Diagramm:





In der Anfangszeit habe ich das noch nicht mitgetrackt. Ich versuche aber seit diesem Jahr, wenigstens einen Depotwert pro Woche zu notieren. In jüngster Zeit hat das besonders Spaß gemacht, weil Trump die Kurse steigen ließ.

Was also sind nun meine Ziel für 2017?

  1. 25000 € will ich investieren. Es ist ein wenig weniger als im letzten Jahr. Ich gehe von etwas  weniger Boni und Zulagen im Jahr 2017 aus.
  2. 220000 € soll der Wert meines Depot betragen, auch wenn ich weiß, dass ich darüber wenig Macht habe. Vielleicht gibt es ja - wie im Januar 2016 auch - zwischenzeitlich satte Einbrüche. 2016 konnte ich sie noch super nutzen.
  3. 8100 € will ich an Dividenden kassieren, brutto natürlich. Der aktuelle Bestand meines Depots gibt bereits 7400 € her, d.h. 700 € fehlen noch.

Was es noch anzumerken gibt: Ich hätte 2016 sogar noch mehr investieren können. Ich hatte vermeidbare Ausgaben im privaten Bereich. Außerdem nehme ich auch ein paar tausend  Euro mit ins neue Jahr; im Dezember investiere ich gewohnheitsmäßig wenig.

Im Jahr 2016 wohnte ich schon "kostenlos". Die Nettodividenden übertraf die Nettokaltmiete des ganzen Jahres. 2017 werde ich auch die Nebenkosten durch Nettodividenden abdecken und die Kosten fürs Internet auch.

Der Wertzuwachs des Dollars ließ die Dividenden aus den USA anschwellen. Dieser Effekt wird 2017 noch anhalten. Das nutzt mir aber wenig, da ich recht große britische Positionen halte und das Pfund hat ja einiges an Wert eingebüßt. Das hält sich alles ungefähr die Waage. Aber es ist interessant, dass man solche Effekte erreicht, wenn man nur ein wenig diversifiziert. Wie sieht überhaupt meine Diversifikation im Dezember 2016 aus? Deutschland macht den größten Batzen aus, dann kommen die USA und dann auch schon Großbritannien:

Bei den Branchen ist es wesentlich ausgeglichener und vielfältiger:





Seit diesem Jahr berechne ich auch den internen Zinsfuß meiner Börsentätigkeit. Er beträgt 12,59 % brutto p.a. seit 2009. Meine aktuellen Positionen sind in Summe mit 43000 € im Plus. Ich hatte ja in den letzten Jahren auch einige Verkäufe mit Gewinn bzw. Verlust, sodass Kursgewinne noch größer sind. 43000 € sind also nur die unrealisierten Kursgewinne. Bedenkt man, dass ich auch schon über 15000 € an Nettodividenden kassiert habe, bekommt man eine ungefähre Vorstellung davon, wie stark die Zinseszinseffekte sein müssen. Hätte ich keine Rendite, hätte ich innerhalb von acht Jahren Berufstätigkeit 23875 € p.a. zurücklegen müssen, um auf 191000 € zu kommen. Das ist praktisch unmöglich als Berufsanfänger.

Ich hätte es mir nicht zu träumen gewagt, dass die Kursgewinne schon nach wenigen Jahren theoretisch dazu ausreichen, dass ich mir ein nettes Auto, so eine richtige Angeberkarre, kaufen kann. Ich werd's nicht tun. Das ist übrigens der Unterschied zu Justin: Mir reicht es zu wissen, dass ich die Angeberkarre bar bezahlen kann, die er sich auf Pump kauft.

Ich höre doch jetzt nicht auf, gerade jetzt, wenn die Zinseszinseffekte zu wirken beginnen.


Kommentare:

  1. Gratuliere zu dem tollen Ergebnis. Ganz schön imposant. Super Blog, schaue gerne Vorbei und lerne immer wieder dazu.
    Wie alt bist Du denn, wenn ich fragen darf?
    Gruß
    Michi

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  2. Hallo,
    ich lese deine Artikel sehr gerne.

    Was mir aber in vielen Blogs immer ins Auge sticht, ist das viele rechnen, dass es nur steigt.

    Bin gespannt auf die Reaktionen der vielen Blogger, wenn ein Rezession mal z.B. zwei Jahre lang die Depots um -30% reduziert.
    Dann erst trennt sich die Spreu vom Weizen.
    Wer nach 2009 einstieg, kennt nur aufwaerts.

    Tolle Artikel, die meisten lese ich mit grosser Freude

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    1. Kleine Einbrüche gab es auch schon nach der Krise. Sogar im letzten Jahr, wg. China.

      Viele führen an, dass die Hausse nun schon lange dauere. Da liegt meines Erachtens ein Irrtum vor. Man darf nicht 2008/9 als Fixpunkt hernehmen und nun behaupten, wir hätten schon sieben Jahre lang Hausse. Eine Baisse ist kein punktuelles Ereignis. Auch die Steigerung im Vergleich zu 2008/9 argumentativ anzuführen, ist nicht redlich. Ab 2008/9 haben die Aktienkurse "nach oben korrigiert". Das hört sich komisch an, ist aber so. Mich stört's, dass die Leute nur dann von "Korrektur" reden, wenn die Kurse purzeln. Aber zu niedrige Kurse sind auch Übertreibungen, die korrigiert werden können sollten.

      Ich denke, ich halte durch, wenn es kollektiv nach unten geht. Wie bereits angedeutet, war seit 2008/9 eben nicht nur Friede, Freude, Eierkuchen. 2011 haben die Amis die 16-Billionen-Dollar Staatsschuldengrenze geknackt und alles brach ein. Wir hatten Griechenland und das alles. Letztes Jahr China. Das habe ich alles mitgemacht und bin dabei geblieben. Im Sommer konnte ich die Flaute gut nutzen, um eine Position aufzustocken, die seitdem um 39 % gestiegen ist.

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  3. Sehr schöne und offene Darstellung der Entwicklung!
    Weiterhin viel Erfolg mit deinem Depot!

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  4. Eine wirklich schöne motivierende Übersicht.
    Daran kann man schön erkennen, was in 5-10 Jahren schon erreicht werden kann.
    Natürlich muss dafür auch vel investiert werden und am Anfang geht es nur langsam voran.
    So fangen die meisten mit dem Investieren nicht an, weil die Erträge in den ersten Jahren nur minimal sind.

    Wichtig ist zu sehen, dass die 500€ Dividende in diesem Jahr sich durch weitere Investitionen zu mehreren Tausend Euro n wenigen Jahren entwickeln können.
    Dann können neben dem Gehalt auch noch die Dividenden reinvestiert werden.
    Ich hoffe in einigen Jahren auch ein solches Bild meines Depots abzeichnen zu können.

    Schöne Grüße
    Dominik

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  5. Glückwunsch und sehr motivierend zu sehen, was aus einem disziplinierten Vorgehen und einer einfachen (nicht despektierlich gemeint) Herangehensweise entstehen kann.

    Sie sind für mich das Gegenbeispiel zum angstgetriebenen, typischen deutschen Anleger, der hinter jedem Anstieg gleich den nächsten großen Crash erwartet (und teilweise seit 2009 an der Seitenlinie zuschaut).

    Sehr motivierend!

    Ihnen einen positiv-besinnlichen Jahresausklang und einen gesunden und energiereichen Start ins neue Jahr!

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    1. Xaver genauso ist es! Viele fürchten sich vor dem Tag X, statt los zu legen. Je früher desto besser! Im übrigen sehe ich es genauso wie unser Gastgeber, seit 2008/09 haben wir alles andere als ein Boom erlebt. Bei all den Krisen und unbekannten, sind die Börsen lediglich moderat angestiegen, bzw. haben sich von der Übertreibung erholt. Im DAX gab es Anfang des Jahres riesige Kaufgelegenheiten (BASF im Feb. gekauft) der DOW war 2015 im Minus z.Teil über 10%. alles schöne Kaufgelegenheiten. Sollte Trump nicht bei Amtsantritt alles kurz und klein trumpel...werden wir auch 2017 moderate Gewinne erzielen und vielleicht gehen wir auch in ein absolutes Boom Jahr?

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    2. Ich habe mir die Chemiebutze aus Ludwigshafen im Februar auch ins Depot gelegt, für weniger als 60 €, also zum absoluten Diskontpreis. Einem Kollegen empfahl ich es auch. Er ist ein Festgeld-Fan und quatscht lieber zwei Stunden mit dem Bankberater, der ihm Wandelanleihen andrehen wollte. Er hat eine tolle Chance verpasst. Der Kollege ist etwas älter, lebt auch sparsam, hat keine Mietzahlungen zu leisten. Wenn er mit 50000 € in BASF gegangen wäre, wären seine Anteile heute über 73000 € wert. Und im Mai hätte er über 2450 € brutto an Dividenden eingestrichen. Manche kapieren es einfach nicht und sicherlich haben die Älteren einen natürlichen Nachteil: Sie haben weniger Zeit. Es hätte mit der BASF auch anders kommen können. Ich habe ja leicht reden mit meinen sieben Jahren Börsenerfahrung. Ich habe ein ungefähres Gefühl, was eine gute Aktie und ein fairer Preis ist. Daher sollte jeder junge Mensch diese Erfahrungen früh sammeln, mit wenig Geld. Hat man erstmal Ängste abgebaut und eine entsprechende Fallhöhe, kommt die Coolness hinzu, um bei einem allgemeinen Rückgang der Börsen ein paar tausend Euro einzubuttern.

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    3. 50k in eine Aktie anlegen? Hätte ich auch nicht gemacht, viel zu riskant. Dass man hinterher schlauer ist, ist klar.

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    4. Das war ja nur ein Rechenexempel. Ich bin mir sicher, dass er über erhebliche Barmittel verfügt, nur weiß ich nicht die Höhe. Er hätte genauso gut 5 * 10000 € in Standardwerte (u.a. BASF) investieren können. Stattdessen hat er nichts gemacht. Und das ist äußerst schade.

      Ich habe am Tief, als die BASF unter 60 € stand, kräftig reingebuttert.

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  6. Sehr inspirierend! Ich stehe in diesem Jahr in etwa dort, wo du 2010 standest. Meine Nettodividenden betrugen dieses Jahr ~55€. Das richtige Mindset ist auf jeden Fall schon vorhanden, aber der "Spaß" den du ab einem Depotwert von 100.000€ beschreibst, fehlt bisher noch.

    Wie kam denn bei dir dieser Anstieg der Dividenden im Jahr 2011 zustande?

    Liebe Grüße

    P.S. wirklich sehr inspirierend dieser Jahresrückblick!

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    1. Ich habe 2009 begonnen, zu investieren. Das war nicht viel Geld in Aktien, was 2009 Dividenden ausspucken konnte. Das Depot blieb praktisch unverändert bis Sommer 2010, sodass ich kaum Dividendenwachstum im Jahre 2010 hatte. Erst ab September 2010 habe ich dann wieder investiert und das wirkte sich erst auf die Dividenden im Jahre 2011 aus. Als Anfänger traute ich mich auch nur an die deutschen Aktien ran. Unterjährige Dividendenzahler kamen erst später.

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  7. Respekt und Hut ab!
    Ich lese deine Beiträge nun schon über ein Jahr und bin auch deine alten Beiträge von Zeit zu Zeit durchgegangen, einfach beeindruckend und interessant. Wie du auch richtig schreibst, fängt ab einer gewissen Summe der Spaß mit Zinseszins und Depotanstieg um 1% richtig an...ich bewege mich langsam in die Richtung würde ich behaupten.
    Das zu Lesen motiviert definitiv immer weiter zu machen...Freu mich weiter von dir zu lesen. Viel Erfolg und schöne Feiertage.

    Viele Grüße
    Chris

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  8. Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.

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  9. Hallo CS,
    auch meinen Glückwunsch. Da wird was mit dem Millionendepot. Es wäre schön mal über ein paar deiner Depotpositionen zu diskutieren z.B. die top 10. Ohne Nennung von Beträge o.ä.
    Das mach jeder Fonds und hälst doch sonst nicht hinterm Berg mit deiner Meinung.

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  10. Glückwunsch und sehr inspirierend.
    @Solvum
    Wenn man erst mal ein gutes Kursplus aufgebaut, dann kann man die Kursrückgänge leichter verkraften. Die Welt dreht sich weiter. Ist man erst mal 20 % oder 30 % im Plus, dann braucht es schon eine heftige Korrektur, bis das Depot rot wird. Ich bin mir sicher, dass ich das aushalte, bin aber auch gespannt, wie einige reagieren werden.

    Allen ein Frohes Fest.

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  11. Gratuliere, toller Erfolg.

    Passives Einkommen als Ergänzung / Ersatz für Arbeitseinkommen strebe ich auch an. Dazu eine Verständnisfrage. Du sprichst den im 2016 Resumee den Zinseszinseffekt an. Da Du inzwischen weit über Freibetrag an Dividende bekommst, musst Du entsprechend Steuern abführen und auf den Zinseszins für diesen Steueranteil verzichten.
    Warum machst Du das? Warum strebst Du überhaupt Dividenden während der "Sparphase/Anlagephase" an? Mir scheint ein kummulierendes Depot für die Sparphase wirksamer, z.B. Berkshire Hathaway oder bisher (bis zur Gesetzesänderung zum 01.01.2018) auch kummulierende SWAP-ETFs und nach der Sparphase dann Umbau des Depots auf Dividende.

    Verrätst Du mir Deine Gründe?

    Frohe Weihnachten und ein erfolgreiches 2017

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    1. Swappende ETFs sind mir zu unsicher. Das basiert auf Derivaten. Ich habe lieber originäre Titel im Depot. Swappende ETFs wären die einzigen Titel, die steuerfrei thesaurieren können. Und irgendwann will man die Thesaurierung auch noch abstellen können. Leider gibt es da keine Möglichkeiten, um zusagen: Jetzt aber ohne Thesaurierung. Man kann nur alles verkaufen und Nichtthesaurierer ins Depot laden. Aber dann werden auf einen Schlag enorme Steuern fällig.

      Eine weitere Möglichkeit wäre der Kauf von Wachstumsaktien (wie Alphabet), die enorm wachsen, mit der Hoffnung, dass dann in zehn Jahren die Dividenden kommen. Sich auf solche Aktien zu versteifen, wäre aber riskant.

      Daher beiße ich lieber heute in den sauren Apfel, bekomme heute meine Dividenden und zahle heute ein paar Steuern. So schafft man einen gleitenden Übergang in die finanzielle Unabhängigkeit, da ja die Dividenden schon im Hier und Heute die Einkommenssituation entspannen. Mit Nebeneinkünften aus Dividenden benötigt man auch nicht mehr riesige Cash-Reserven für Notfälle, d.h. man kann mit mehr Geld investiert sein.

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    2. Danke für die Antwort. Die fällige Steuer auf die hoffentlich reichlich vorhandenen Kursgewinne beim Umschichten Richtung Dividendenwerte habe ich noch gar nicht bedacht. Das ist ein guter Hinweis. Wieder etwas gelernt.
      Also nicht umschichten, ok. Muss man eigentlich auch gar nicht. Statt dessen könnten bei Bedarf Teilverkäufe erfolgen z.B. in Höhe der kummulierten Dividenden.

      Bleibt der Punkt mit dem Risiko der SwapETFs, dass der Swappartner Pleite geht. Sobald genug Kapital zum Streuen auf 10-20 Titel da ist, sind die Einzeltitel vermutlich die sicherste Lösung.

      Weiterhin viel Erfolg

      Uwe

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  12. Eine super Bilanz! Herzlichen Glückwunsch! Das Ziel die Kaltmiete durch Kapitalerträge zu finanzieren finde ich eine gute Motivation. Bei dir dürfte ja bald auch die Warmmiete drin sein.

    Viele Grüße

    meinkleinesdepot

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  13. Erstaunlich was geht gerade als jüngerer Mensch der beruflich eher noch am Anfang steht. Du schreibst selber gerade jetzt wo der Zinseszinseffekt anfängt so richtig Fahrt aufzunehmen sind die nächsten Jahre noch interessanter wie die ersten.
    Viele Blogs werden gestartet mit oft deutlich geringeren Depotwerten als 100Tsd, und wenn´s dann interessant wird nicht mehr gepflegt/gebloggt.
    Mach bitte weiter so!
    Viele Grüsse
    Bonanza

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    1. Ich werde weitermachen. Ich bin wenig flatterhaft und ich bin auch jemand, der nachdenkt, bevor er handelt. Ich erinnere mich auch einen Blog, da versuchte jemand mit drei, vier Bausparverträgen die "finanzielle Freiheit" zu erreichen. Den gibt's nicht mehr. Der Versuch war ja auch irrwitzig.

      Ich erinnere mich, dass manche auch schrieben, ab 100.000 € käme der Neid auf. Davor versuche ich mich mit Anonymität zu schützen.

      Viele driften auch ab und beschäftigen sich dann mit allen möglichen Formen des Geldverdienens, wie P2P-Krediten. Bestimmt hat sich da so mancher Blogger schon die Finger verbrannt und die Lust verloren.

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  14. Danke für die ausführliche Beschreibung! Ich finde den Blog sehr motivierend.

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  15. Gratulation zum Erfolg und zu soviel Beharrlichkeit. Wie hier schon von jemandem anders geschrieben, wäre es natürlich interessant, welche Positionen, dies im einzelnen sind.

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  16. Hallo couponschneider,

    ich krame hier ein älteren Beitrag aus, da ich ihn wirklich interessant fand zu lesen.

    Deine Rendite und Wertentwicklung, vor allem umgerechnet auf den monatlichen Ertrag ist wirklich beeindruckend.

    Mich persönlich würde vor allem interessieren wo du gestartet bist? Hast du hierzu ältere Artikel? Bist du bei 0 gestartet oder hattest du ein gewisses Anfangskapital?

    Danke für eine Antwort.

    Viele Grüße von der anderen Seite ( Vom Anfang )
    Investierte Freiheit
    www.investierte-freiheit.de

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    1. Ich bin 2008 mit Beendigung des Studiums berufstätig geworden. Ich bin nicht nur schuldenfrei aus dem Studium gekommen, sondern sogar mit ca. 3000 € Guthaben. Aber das hat sich in den ersten zwei Berufsjahren doch recht schnell verflüchtigt, durch Umzüge in andere Städte und doppelt zu stemmende Mieten. Ich rutschte im zweiten Berufsjahr sogar in den Dispo (wg. des erneuten Umzuges), hatte zu dem Zeitpunkt schon Aktien. Nachdem ich mich Mitte 2010 etwas festigen konnte, kann ich ordentlich in Aktien investieren. Ich könnte noch mehr sparen, aber ich war noch nie ein WG-Mensch und eine Ein-Zimmer-Wohnung wollte ich auch nie mehr haben. Ich hatte ab da die Minimalanforderung, nicht mehr die Küche sehen zu müssen, wenn ich im Bett liege.

      Meine ersten Aktien kaufte ich im April 2009, aber so richtig durchgestartet bin ich im Herbst 2010 und das große Aha-Erlebnis mit Dividenden war folglich im Jahre 2011.

      Von der Verwandschaft habe ich keine finanzielle Hilfe bekommen. Andere erben ja schon in jungen Jahren einige zehntausend Euro und mehr an Barmitteln. Natürlich konnte ich in der Zwischenzeit auch einen halten Vertrag flüssig machen: Die Unfallversicherung mit Prämienrückgewähr von der Allianz. Das war vielleicht ein Schrottpapier, brachte mir 2011 ca. 2000 € Rückkaufwert ein. Der Großteil ist aber aus dem Gehalt und den Dividenden. Gestern habe ich die Marke von 16000 € an Nettodividenden geschafft. Wenn man berücksichtigt, dass das bislang immer in neuen Investitionen mündete.

      Interessant finde ich Vergleiche. 195000 € ist mein ungefährer jetziger Depotwert, geteilt durch 8 Jahre (vor ca. 8 Jahren begann ich als Aktionär), dann sind das 24375 € p.a. Das hätte ich aufbringen müssen, um mit renditelosem, linearem Sparen auf die gleiche Summe zu kommen. Das hätte ich nie aufbringen können!

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